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Lübeck Top-20-Platz in neuer Studie: Lübecks Uni ist Weltspitze
Lokales Lübeck Top-20-Platz in neuer Studie: Lübecks Uni ist Weltspitze
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21:29 08.09.2016
Für November wird das nächste Richtfest auf dem Campus angekündigt, für das Gebäude für „Biomedizinische Forschung“. Quelle: Fotos: Roeßler, Wulff, Neelsen

Sie trägt den Namen „Class of 2030“ und wurde von dem britischen Beratungsunternehmen Firetail aus London durchgeführt. Ein vergleichbares Entwicklungspotenzial haben in Europa nur vier und weltweit insgesamt 20 Universitäten, ergab die Analyse des englischen Expertenteams.

 

„So ein Ergebnis ist für alle hier auf dem Campus ein gehöriger Motivationsschub.“Prof. Hendrik Lehnert, Uni-Präsident

„Das Resümee gibt uns eine eindrucksvolle Bestätigung für den eingeschlagenen Weg unserer Hochschulentwicklung“, freut sich Uni-Präsident Prof. Hendrik Lehnert. „Sie bestärkt uns darin, unsere Vision als erste Stiftungsuniversität in Schleswig-Holstein konsequent weiter zu verfolgen.“

Die Studie konzentrierte sich vor allem auf junge Universitäten, die sich in den vergangenen Jahren in internationalen Rankings stark verbessert haben. Gekennzeichnet seien die bestbewerteten dadurch, dass sie ihre Stärken besonders ambitioniert, zielorientiert und innovativ ausbauten. Neben der Universität zu Lübeck gelte dies hierzulande nur noch für die Jacobs University in Bremen und in Europa außerdem für die Anglia Ruskin University in England mit aktuell 31 500 Studierenden sowie die Lappeenranta University of Technology in Finnland mit etwa 6000 Studenten.

Niemand steige zufällig in die Weltspitze auf, formulieren die Autoren, den Unterschied mache eine eindeutige Strategie. Die „aufsteigenden Sterne“, wie es heißt, die die alten Elitehochschulen herausfordern, gingen neue Wege der Hochschulfinanzierung, setzten auf Innovation und verfügten über ausgezeichnete Hochschullehrer, Forscher und Mitarbeiter.

Noch im Jahr 2000 konnte man an der Ratzeburger Allee nur Humanmedizin und Informatik studieren. Seitdem sind 14 Studiengänge hinzugekommen, allein zum Start dieses Wintersemesters im Oktober fünf an der Zahl – mit zum Beispiel der Medizinischen Ernährungswissenschaft und der IT-Sicherheit, also passend zum bisherigen Fächerprofil. In gleichem Maße erweitert sich das Forschungsspektrum auf dem Campus.

„Wir sind auf dem Weg zur Life- Science-Universität für das 21. Jahrhundert und streben im Jahr 2025 eine Zahl von 5000 Studierenden an“, schaut Lehnert voraus. Zahlreiche Firmenausgründungen von Uni-Absolventen erfolgen, umfängliche Forschungsneubauten entstehen. So ist für den November das Richtfest für den 46 Millionen Euro teuren Bau mit dem Kürzel „BMF“ angekündigt, was für „Biomedizinische Forschung“ steht. Das Gebäude ist der „Zwilling“ zum neuen Hirnzentrum CBBM, das erst im März eingeweiht worden ist und knapp 40 Millionen Euro gekostet hat.

„Wow, Top 20 der Welt! Das ist ein tolles Resultat einer kontinuierlichen und zielstrebigen Arbeit vieler mit dem Ziel der stetigen Verbesserung der Qualität in Forschung und Lehre“, kommentiert Bürgermeister Bernd Saxe (SPD). Die Stadt habe die Uni in ihrer Entwicklung stets unterstützt und werde das weiter tun. „Denn: Die Hochschulen sind einer der wichtigsten Faktoren in der Zukunftsentwicklung unserer Stadt“, betont Saxe.

Die Kriterien, nach denen die 20 entwicklungsstärksten Universitäten ermittelt wurden, sind eine über sechs Jahre durchgeführte Analyse der Zitierhäufigkeit von Fachveröffentlichungen, Interviews mit Führungspersönlichkeiten aus dem Universitätsbereich in zwölf Ländern, Strategieplanungen und Jahresberichte sowie eine Auswertung der Fachliteratur zu Methoden und Förderung strategischer Hochschulentwicklung.

 Michael Hollinde

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