Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lübeck Top-Bilanz: Weihnachtsmarkt 2015 besser als im Vorjahr
Lokales Lübeck Top-Bilanz: Weihnachtsmarkt 2015 besser als im Vorjahr
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:30 24.12.2015
Glitzernd, glänzend, grandios: Die Weihnachtsstadt des Nordens hat in diesem Jahr mehr als zwei Millionen Besucher angelockt. Der Markt steht im Zentrum der weihnachtliche Buden, aber mittlerweile ist fast die gesamte Altstadt ein einziger großer Weihnachtsmarkt. Quelle: Olaf Malzahn
Anzeige
Lübeck

Watteweicher Schnee, klirrende Kälte, weiße Weihnacht — so muss der Dezember sein, damit die Menschen auf den Weihnachtsmarkt gehen. Doch Pustekuchen: Die Weihnachtsstadt des Nordens hat in diesem Jahr gut zwei Millionen Besucher angezogen. Das Geschäft für die Schausteller lief sogar noch besser als im Vorjahr — trotz frühlingshafter Temperaturen von bis zu 13 Grad. Im bitterkalten Winter 2010 hingegen hatten die Schausteller Umsatzeinbrüche von bis zu 20 Prozent. Offenbar gefällt Lübeckern und Touristen Weihnachten bei warmem Wetter.

„Der heiße Glühwein ist nicht so viel getrunken worden, dafür mehr Bier“, sagt Christian Martin Lukas, Chef des Lübeck und Travemünde Marketing (LTM). Andere Weihnachtsstädte hätten einen Einbruch zu verbuchen gehabt, nicht so die Hansestadt. „In Lübeck wird nicht nur der Weihnachtsmarkt besucht, sondern auch die Stadt“, sagt Lukas. Die zehn Märkte verteilen sich fast auf die komplette Altstadtinsel — vor allem an den Wochenenden waren sie proppevoll. Die Buden-Besitzer sind euphorisch. „Wir sind hoch zufrieden“, sagt Holger Bock, Chef der Schausteller. „Das Niveau des Vorjahres werden wir erreichen.“ Er hat seinen Stand direkt auf dem Markt und sagt: „Der Glühwein ist nicht so gut weggegangen — dafür die anderen Getränke.“ Das sei kein Wunder, denn: „Es ist Weihnachten, und man schwitzt wie im Sommer.“ Auf dem Markt steht auch Andreas Boomers mit seinem Gewürz-Stand. „Es ist großartig gelaufen“, freut er sich. „Es hat keinen einzigen Tag gegeben, an dem nichts los war.“

Vor allem der Montag vor Weihnachten sei rappelvoll gewesen. Außerdem: „Es waren nur angenehme und gute gelaunte Menschen unterwegs.“

In der Breiten Straße betreibt Rolf Niehusbernd seinen Essstand und ist rundum zufrieden: „Es war auf jeden Fall besser als im vergangenen Jahr.“ Vor allem am Wochenende hätten sich Menschenmassen durch die Fußgängerzone geschoben. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Besucherzuspruch.“ Im Märchenwald liefen die Geschäfte ebenfalls hervorragend. „Bei uns war alles super“, sagt Peter Belli vom Mutzen-Stand. „Es war sogar einen Tick besser als im Vorjahr.“ Vor allem: „Die Leute waren alle sehr, sehr gut drauf — und allesamt freundlich.“ Der Mittelalter-Markt zwischen Rathaus und St. Marien „war eine ganz runde Sache“, freut sich Organisator Frank Peschlow. „Es ist sehr gut gelaufen.“ Ob des milden Wetters hätten die Menschen länger verweilt als sonst. Erstmals war der Markt mit leuchtend roten Sternen überspannt. „Das hat für eine noch gemütlichere Atmosphäre gesorgt.“ Im nächsten Jahr sollen es noch mehr Sterne werden, wenn das Gerüst am Rathaus verschwunden ist. Der Koberg mit dem maritimen Weihnachtsmarkt freut sich ebenfalls über die vielen Besucher. „Es ist sehr gut gelaufen“, sagt Martina Otto, Betreiberin des Riesenrades. Sogar noch „ein kleines bisschen besser als im Vorjahr“. Der Grund: das milde und trockene Wetter. Von dem Gästeansturm am Montag vor Weihnachten ist auch sie überrascht. Martina Otto: „Da waren erstaunlich viele Besucher da.“ Zuvor hatte der Weihnachtsmarkt im Heiligen-Geist-Hospital eine positive Bilanz gezogen — mit 45000 Besuchern an elf Tagen.

Nicht nur die Weihnachtsmärkte waren proppevoll — sondern auch die Unterkünfte. „Die Hotels haben eine gute Auslastung“, sagt Jens Musche, Sprecher des Lübecker Hotel- und Gaststättenverbandes. Da der 24. Dezember dieses Jahr ein Donnerstag ist, sei das Wochenende davor sehr gut gebucht gewesen. Musche: „Die Stadt war voll, die Hotels waren voll, die Restaurants waren voll — so haben wir alle etwas davon.“ Auch der Weihnachts-Shuttle kam gut an. 4200 Fahrgäste fuhren an den vier Adventssonnabenden mit den zwei Linien von den Parkplätzen Lohmühle und Dräger in die Altstadt und zurück.

Dieses Jahr gab es den Shuttle erstmals zum Nulltarif.

Noch mehr Weihnachten
14 Uhr — solange haben die Weihnachtsmärkte heute geöffnet — nur der Mittelalter-Markt ist schon abgebaut. Am 25. Dezember sind alle Märkte zu. Nur das Weihnachtswunderland an der Obertrave öffnet von 11 bis 20 Uhr. Es ist bis 3. Januar offen.
Der Märchenwald öffnet am 26. Dezember von 14 bis 18 Uhr zum letzten Mal. Am 30. Dezember schließen die Buden auf dem Markt, dem Schrangen, dem Koberg und in der Breiten Straße. In Travemünde öffnet der Neujahrsgarten von morgen bis zum 3. Januar.

Josephine von Zastrow

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige