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Lübeck Transatlantische Freundschaft unter Motorradfans
Lokales Lübeck Transatlantische Freundschaft unter Motorradfans
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22:28 06.09.2016
Kein Blick für die Kameras: Paul Teutul (67) liebt das Schrauben an Motorrädern. Quelle: Fotos: Olaf Malzahn
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St. Lorenz Nord

Für die Reality- TV-Serie „American Chopper“ muss Paul Teutul kein besonders großes schauspielerisches Talent zeigen. Der 67-jährige US-Amerikaner spielt sich selbst – ein bisschen mürrisch, teils cholerisch, aber immer absolut authentisch. Ein protziges Motorrad in der Werkstatt des Harley-Davidson-Geschäftes in der Taschenmacherstraße zieht auf Anhieb die Aufmerksamkeit von Teutul auf sich. So schweigsam wie konzentriert schraubt er an einer Maschine, dem Fernsehteam von Hamburg 1 keine Beachtung schenkend.

OCC-Mitbegründer Paul Teutul zu Besuch bei Harley-Davidson in Lübeck – Netflix plant Verhandlungen für Serien-Ausstrahlung.

„Mein liebstes Bike ist immer das nächste“, verrät Teutul, Mitbegründer des weltweit handelnden Motorradherstellers Orange County Choppers (OCC), im LN-Gespräch. Er verbringe drei, vier Tage in der Hansestadt, um Freunde zu treffen und das Unternehmen zu repräsentieren. „Paul ist sehr daran interessiert, die Marke in Deutschland zu verbreiten“, sagt Alexander Franco, OCC-Geschäftsführer Europa.

In Jens Pott, Geschäftsführer des Lübecker Harley-Davidson-Vertragshändlers, glaubt Paul Teutul auf den diesjährigen Harley Days in Hamburg einen echten Freund gefunden zu haben. „Paul ist im tiefsten Herzen Mechaniker – und das bin ich auch“, sagt Pott. Ob die Filmaufnahmen im Lübecker Motorradladen auch für „American Chopper“ verwendet werden, steht noch nicht fest. Nach zehn Staffeln und 233 Folgen wurde die Produktion der beliebten US-Serie 2012 von Discovery Channel eingestellt. Am 15. September wollen der amerikanische Internetsender Netflix und Paul Teutul über eine mögliche Ausstrahlung des neuen Filmmaterials verhandeln.

Als Motorradfan hat sich Jens Pott natürlich etliche Episoden der in Deutschland auf DMAX ausgestrahlten Schrauberserie angeschaut. Es sei „kaum zu glauben“, dass er die Mechaniker-Berühmtheit nun in seinem Laden begrüßen könne. Auch Paul Teutuls Sohn Michael ist bei dem ersten Besuch seines Vaters in der Hansestadt dabei. „Ich filme die Motorräder aber lieber, als an ihnen zu basteln“, sagt der 37-Jährige, als er sich vor der Tür lässig eine Zigarette ansteckt.

Stolz erzählt Pott, wie er auf Paul Teutuls Einladung mit Robert Hehmann, Harley-Davidson-Geschäftsführer Hamburg-Süd, im Juli zur OCC-Zentrale nach Newburgh reiste. Gemeinsam hätten die Motorradliebhaber eigentlich nur laut über einen seitlichen Kennzeichenhalter nachgedacht. Wenige Minuten später überraschte sie Designer Jason Pohl prompt mit dem fertigen Produkt. Einen seitlichen Kennzeichenhalter wolle Harley- Davidson nun als eines von vielen neuen Produkten in zukünftige Konzepte aufnehmen, sagt Pott. Der erste Grundstein für eine erfolgreiche Partnerschaft zwischen Lübeck und Newburgh ist also gelegt. Christoph Brandt

LN

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