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Lübeck Travemünde: Neue Teutendorfer Siedlung kommt
Lokales Lübeck Travemünde: Neue Teutendorfer Siedlung kommt
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20:41 11.10.2016
Karsten Schröder erläutert die Pläne der Stadt. Quelle: Maxwitat

Erst Neue Teutendorfer Siedlung 2017, dann Howingsbrook 2018. Das ist die Entscheidung der Stadtplanung. „Beide Gebiete gleichzeitig schaffen wir nicht“, so Chef-Stadtplaner Karsten Schröder im Bauausschuss. Die Stadt soll aus den Arealen Wohnviertel machen – und muss dazu Bebauungspläne aufstellen. Doch Schröders Mannschaft hat noch weitere Bebauungspläne auf dem Zettel wie den für die alte Johannes-Kepler-Schule oder den für die ehemalige Gärtnerei des Vorwerker Friedhofs. Denn: In Lübeck sollen bis 2025 fast 4000 Wohnungen entstehen.

Das ist das Ziel von Bürgermeister Bernd Saxe (SPD).

Doch vor allem: Die beiden Baugebiete Neue Teutendorfer Siedlung und Howingsbrook sind kompliziert. Die Stadt muss ein aufwendiges formales Verfahren mit dem Land durchstehen, bis sie überhaupt loslegen kann, Bebauungspläne aufzustellen. Daher werden dort erst in drei Jahren die ersten Bagger rollen.

Der Hintergrund: Im Regionalplan des Landes sind beide Flächen nicht zum Wohnen ausgewiesen, sondern sie sind Landschaftsschutzgebiete. Daher musste die Stadt eine FFH-Verträglichkeitsprüfung erstellen lassen, um nachzuweisen, dass Naturschutz und Wohnen in Einklang zu bringen sind. Das Ergebnis: „Es gibt keine Beeinträchtigungen“, sagt Schröder. Jetzt muss die Stadt beim Land eine Ausnahme vom Regionalplan beantragen. „Aber zwei Ausnahmen gleichzeitig werden schwierig“, berichtet Schröder. Das hätten Gespräche mit den Vertretern des Landes ergeben. Die Stadt müsse nachweisen, dass sie nur auf diesen Flächen ein Wohngebiet verwirklichen kann. Und das sei schwer. „Denn es entsteht gerade auf dem Baggersand und im Fischereihafen ein neues Wohnquartier“, erklärt Schröder.

Daher habe die Stadtplanung entschieden, zunächst nur die Neue Teutendorfer Siedlung anzugehen – und nur dafür eine Ausnahme vom Regionalplan zu beantragen. 2018 wäre der Howingsbrook dran. „Dann ist der Regionalplan des Landes möglicherweise auch ganz geändert.“

Weiteres Argument für die Neue Teutendorfer Siedlung: „Die Fläche liegt näher am Kernbereich von Travemünde“, sagt Schröder. Es gebe eine gute Verkehrsanbindung und Einkaufsmöglichkeiten.

Außerdem: „Der Howingsbrook ist vom Landschaftsbild her noch etwas wertvoller.“

jvz

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