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Lübeck Fischereihafen: Das neue Ufer wird teurer
Lokales Lübeck Fischereihafen: Das neue Ufer wird teurer
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17:37 31.08.2018
Erst das Ufer, dann die Promenade: Die Hafenbehörde saniert die Uferbefestigung am Fischereihafen. Dort entsteht auch eine neue Hafenmeile. Quelle: Thomas Krohn
Travemünde

Es wird gebaggert. Der Travemünder Fischereihafen erhält eine Frischzellenkur. Er wird zur Flaniermeile mit Hafen-Charme mit Cafés, Restaurants und 200 Eigentumswohnungen. 50 Millionen Euro investiert die Hamburger Frank-Gruppe. Die Bauarbeiten am Fischereihafen sind im Herbst 2017 gestartet, fertig soll alles Ende 2020 sein. Die Hansestadt macht derweil die Kaikanten hübsch. Kosten: 7,5 Millionen Euro. Davon zahlt die Stadt 4,8 Millionen Euro. Es geht um fünf Projekte.

Millionen-Projekt

Am Fischereihafen und am Baggersand werden 125,5 Millionen Euro investiert - ein riesiges Projekt. 68 Millionen werden auf dem Baggersand von vier Lübecker Wohnungsgesellschaften verbaut. 50 Millionen werden direkt im Fischereihafen von der Hamburger Frank-Gruppe investiert. Und für 7,5 Millionen Euro erneuert die Stadt die Kaikanten bis zum Ostpreußenkai. Es entstehen 460 Wohnungen auf dem Areal; davon auf dem Baggersand 260 Mietwohnungen - und am Fischereihafen 200 Eigentumswohnungen, Restaurants, Cafés.

Neue Kaikanten zwischen Fährvorplatz und Ostpreißenkai

Nummer eins: Das neue Ufer zwischen Fährvorplatz und Ostpreußenkai kostet jetzt 1,8 statt 1,2 Millionen Euro. Das sind 600 000 Euro mehr als geplant. Der Hauptgrund für die Mehrkosten: Es gibt riesige Hohlräume zwischen Straße und Kaimauer. Die wurden bei den Untersuchungen zuvor nicht entdeckt. Diese Hohlräume verursachen nicht nur höhere Kosten, sondern sorgen dafür, dass sich alles verzögert – um ein halbes Jahr. Gebaut wird seit Herbst 2017. Eigentlich sollte alles zum Sommer fertig sein. Nun wird es bis zum Herbst dauern. Denn die Straße am Wasser kann nicht gesperrt werden, da dort Autos fahren. Sie dient als Ausweichstrecke für die Vorderreihe, durch die im Sommer keine Wagen fahren dürfen. Verlegt werden muss noch das neue Pflaster, aufgestellt werden müssen Bänke und Fahrradbügel. Vorgesehen ist auch eine Betontreppe mit einer Stufe zum Wasser.

Neue Spundwände am Fischereihafen

Projekt Nummer zwei: Ebenfalls um 600 000 Euro teurer geworden war auch die Erneuerung der Spundwände am Fischereihafen auf einer Länge von 160 Metern – geplant waren 1,2 Millionen Euro, nun sind es 1,8 Millionen Euro. Doch das Land hat eine Million Euro zugesagt, so dass die Stadt 800 000 Euro investieren muss. Start sollte im Juni sein, doch jetzt haben die Arbeiten erst im August begonnen. Dauer: bis Ende des Jahres. Der Verkauf von Fischen direkt am Kutter geht weiter – allerdings provisorisch.

Eine Halle für die Fischer

Projekt Nummer drei: Eine neue Fischerhalle für 600 000 Euro. Die Stadt baut, muss aber nichts bezahlen. Denn das Land übernimmt 370 000 Euro, der Investor 230 000 Euro. Die alte Halle ist bereits abgerissen; die neue hat zwei Geschosse, dort können die Fischer ihre Netze und Geräte lagern.

Neue Hafen-Meile

Nummer vier: Die Umgestaltung der Promenade. Kosten: 2,5 Millionen Euro. Die Stadt zahlt davon 1,4 Millionen Euro, der Investor 1,1 Millionen Euro. Die 20 Meter breite Fläche wird in drei Längsabschnitte eingeteilt. Die Kaikanten-Zone ist für Fischer, die dort ihren frischen Fang verkaufen können. Dann folgt ein Streifen, auf dem Autos fahren dürfen; und der Abschnitt vor den neuen Gebäuden ist für Tische und Stühle der Cafés gedacht.

Der Rest wird 2022 fertig

Projekt Nummer fünf: Der Abschnitt zwischen Fischereihafen und Fährvorplatz wird erneuert – allerdings erst 2021/2022. Eingeplant sind 800 000 Euro, die die Stadt zahlt. Allerdings hofft die Stadt auf Geld vom Land.

Josephine von Zastrow

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