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Lübeck Travemünde im Wandel der Jahrhunderte
Lokales Lübeck Travemünde im Wandel der Jahrhunderte
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20:12 10.08.2017
Der „Möwenstein“, der als großer Findling aus dem Geschiebe der letzten Eiszeit am Brodtener Ufer hervortrat, wurde schon früh im 16. Jahrhundert in Aufzeichnungen erwähnt. Um dieses steinerne Monument, das wegen seiner Größe besonders auffiel, entstanden allerlei Geschichten und Sagen, wie die um den Riesen „Möwes“. Auf dem Bild aus dem Jahr 1900 hat der Fotograf ein Paar mit dem Möwenstein in Szene gesetzt. Lange Röcke, der Sonnenschirm, der steife Kragen des Herrn, selbst die Kopfbedeckung und das Kavaliertaschentuch mussten damals sein. Heute ist der Möwenstein am Grünstrand ins Uferschutzbollwerk eingebaut.

Sein Zuhause kennt er wie seine Westentasche, Karl- Heinz Axen, Ur-Travemünder und inzwischen 78 Jahre alt. Allein 4000 Ansichtskarten hat er von seinem Ostseebad mit der Zeit gesammelt; dazu kommen unzählige Fotos sowie mannigfache Heimatliteratur. „So gut wie alles hat sich hier im Ort über die Jahrzehnte verändert“, so Axen, der seine Sammelleidenschaft wohl von seinem Großvater geerbt hat, wie er sagt.

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Autor Karl-Heinz Axen kennt sein Ostseebad, ist er doch hier geboren. In seinem überarbeiteten Buch lädt er zur Zeitreise ein.

Um auch andere Interessierte an seinem reichen Historienschatz teilhaben zu lassen, hat er schon früh angefangen, Buchprojekte zu unterstützen und selbst Bücher zu veröffentlichen. Bereits 1982 hatte der Autor einen Band mit dem Titel „Travemünde in alten Ansichten“ auf den Markt gebracht. Sein letztes Werk aus dem Jahr 2013, Titel „Das Seebad Travemünde“, legt er nun komplett überarbeitet vor.

„Die erste Auflage war verkauft, so dass ich mich an die zweite gemacht habe, die bis auf wenige Artikel, die unberührt blieben, vollkommen neu ist“, erklärt er. Es wird auf 225 Seiten auch aufgezeigt, wie „Mutter“ und „Tochter“ – Lübeck und Travemünde – zu einem Ganzen zusammenwuchsen.

Und die Zeitreise durch die Jahrhunderte bietet viel Spannendes. Wie zum Beispiel die Tatsache, dass es auf dem Priwall seit 1883 Pferderennen gab, initiiert von Hamburger Geschäftsleuten und den Herren der Seebadeanstalt. Die Unterzeile des Buchtitels „Vom Leben, Handel und Tourismus“ verspricht jedenfalls nicht zu viel. Das Werk ist eine wahre Fundgrube für Travemünde-Liebhaber und hält auch noch weitgehend Unbekanntes bereit.

Karl-Heinz Axen wird nicht nur als Hobby-Historiker in der Hansestadt geschätzt, sondern auch als ausgewiesener Sportsfreund. So war er über 20 Jahre lang Veranstaltungsleiter der Travemünder Straßen- und Stadtläufe. mho

K.-H. Axen: Das Seebad Travemünde – Eine Tochter Lübecks, 19,95 Euro, erhältlich bei Barginski, Torstraße 1, sowie im Travemünder Buchhandel.

LN

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