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Lübeck Travemünde macht sich fein für die Party
Lokales Lübeck Travemünde macht sich fein für die Party
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00:14 20.07.2016
Bei Scheinwerfern, Bühnenelementen und Traversen darf natürlich auch die Technik nicht fehlen: Jan Christoph Kraft (19) von der Hamburg Showtechnik bereitet die Festivalbühnen der Travemünder Woche vor. Quelle: Wolfgang Maxwitat

Die ersten Buden und Pavillons stehen schon, Bauzäune zieren die Travemünder Promenade – nur noch wenige Tage bleiben den Aufbauteams, um die letzten Handgriffe zu machen. Für die 127. Travemünder Woche (TW) werden Scheinwerfer, Traversen und Bühnenelemente hin und her getragen, Liegeplätze für die erwarteten Boote und Campingplätze für die Segler hergerichtet – und auch Regattatonnen aufgeblasen. Knallgelb und orange leuchten die viereckigen Bojen, die Timo Zimmermann schultert und zu Pyramiden stapelt. Kollege Helmut Flägel, Platzwart bei der Hansestadt Lübeck, bläst Luft in die Quader, die ab Freitag die Regattastrecken auf dem Wasser markieren werden. An der Travepromenade herrscht reger Betrieb.

„Es liegt viel Arbeit hinter uns, ein großer Helferstab ist engagiert dabei und es herrscht große Vorfreude“, erklärt Andrea Varner-Tümmler, die Vorsitzende des Lübecker Yacht-Clubs. Bis zum Startschuss müssen sich die Veranstalter und Segler noch gedulden, erst am Freitagabend ist Auftakt des Segelspektakels. Dann beginnt der Ausnahmezustand im ansonsten eher ruhigen Travemünde. Neben den Welt-, Europa- und Deutschen Meisterschaften, die die Sportler aus 23 Ländern unter sich ausmachen, bietet das Fest an Land viel Action und allerlei Zeitvertreib.

„Zum ersten Mal ist der Ziesel Beach Park mit dabei“, erklärt Uwe Bergmann, Geschäftsführer der uba-Agentur, die seit Jahren das Programm der TW plant. In elektrischen Rollstühlen mit Kettenantrieb, die für die rasante Fahrt auf Schotterpisten, Eis, Schnee und Strandsand geeignet sind, können die TW-Besucher über einen Hindernisparcours am Travemünder Strand fahren. „Eine Deutschlandpremiere“, sagt Bergmann. Ihre Kraft beziehen die Raupenfahrzeuge, die mit einem Joystick gesteuert werden, aus Ökostrom.

Bisher läuft alles wie geplant: „Grundsätzlich gab es keine Probleme, auch nicht wegen der Bauarbeiten am Priwall“, sagt Ralf Abratis, Sprecher des LYC. Ein bisschen später als gewünscht habe man allerdings erst den Campingplatz am Leuchtenfeld für die anreisenden Segler bereitstellen können, wegen der vorangegangenen Taufe der „Mein Schiff 5“.

Kleinigkeiten, die das große Ganze in keinster Weise stören. Sogar die Münchener Partyszene hat sich angemeldet. Das „Willenlos“, ein Club aus der bayerischen Hauptstadt, ist als Beach Club mit gehobener Party-Atmosphäre mit von der Partie.

Wenn Tausende feiern, hat das Bündnis aus Kinderschutz, Ordnungsdienst, Gewerbeaufsicht und Polizei ein Auge auf die jüngeren Gäste. Alkoholisierte Minderjährige werden von den Beamten und Jugendschutzteams auf der Feiermeile angesprochen. „Wie jedes Jahr sind wir nicht da, um jemandem den Spaß zu verderben“, erklärt Annette Eickhölter, Jugendschutzbeauftragte der Hansestadt. Als Gesprächspartner ist das Aktionsbündnis dabei, steht neben den Sanitätern und kontaktiert in bestimmten Fällen die Eltern von Jugendlichen. Sollte ein Jugendlicher im Extremfall wegen heftigen Alkoholkonsums in eine Klinik eingewiesen werden müssen, werden Mitarbeiter der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ein Gespräch mit dem Minderjährigen führen. „Grundsätzlich ist die Travemünder Woche ja ein Familienfest“, erklärt Matthias Rösing vom dritten Polizeirevier Lübeck. Um Jugendliche zu schützen, werde auch der Verkauf von Getränken beobachtet und würden Betreiber dazu aufgefordert, sich die Ausweise der jungen Käufer zeigen zu lassen, erklärt Kai Soomann vom Ordnungsdienst. „Wir wollen, dass die Menschen eine schöne Zeit haben und gesund nach Hause kommen, dafür sorgen wir“, so Rösing.

 Tomma Petersen

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