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Ostseestation will wachsen und 30 000 Besucher anlocken

Travemünde Ostseestation will wachsen und 30 000 Besucher anlocken

Die Ferienanlage Waterfront auf dem Priwall wird gebaut. In diesem Zuge soll das Aquarium für heimische Meerestiere zum Leuchtturmprojekt werden.

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Ostseestation der Zukunft: Davor wird ein Kletternetz über die Böschung bis zum Wasser gespannt. Grafik: Seebauer, Wefers und Partner GbR

Travemünde. Große Pläne für ein touristisches Kleinod: Die Ostseestation will wachsen. In Halle zwei am Passathafen bietet Meeresbiologe Thorsten Walter wissenschaftliches Entertainment rund um die heimischen Meerestiere.

Seit 2007 lockt das Aquarium jährlich 11000 bis 15000 Besucher an. Walter will sie auf 30000 im Jahr erhöhen. Denn schon jetzt muss er Schulklassen absagen, weil er überbucht ist. Außerdem soll sich die Fläche der Ostseestation von jetzt 200 Quadratmetern mehr als verdoppeln — auf 400 bis 500 Quadratmeter. „Wenn möglich, möchte ich auf dem Priwall bleiben“, sagt Walter.

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Auch dieser Katzenhai lebt in der Ostseestation.

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Und möglich macht dies das Waterfront-Projekt von Investor Sven Hollesen. Er will auf dem Priwall 118 Millionen Euro investieren und dort eine Ferienanlage errichten. Auch die Promenade am Passathafen wird runderneuert — für sechs Millionen Euro von Stadt und Land.

„Die Ostseestation ist ein guter und wichtiger Baustein für uns“, sagt Hollesen. Er und Walter planen zusammen das neue Aquarium. Für den Meeresbiologen ist vor allem wichtig, dass in der Ostseestation zwei bis drei Gruppen gleichzeitig geführt werden können. „Besonders in der Hochsaison“, sagt Walter. Das ist in den derzeitigen Räumen nicht zu machen. In der neuen Ostseestation würde dann neben ihm selbst noch ein Kollege die Führungen übernehmen. Außerdem sollen die Öffnungszeiten ausgeweitet werden, so dass Interessierte auch ohne Führung die Ostseestation besuchen können — zu drei festen Zeiten am Tag.

Noch gibt es keinen Zeitplan für den Bau der neuen Ostseestation. Walter geht aber davon aus, dass er noch zwei Jahre in seinem jetzigen Quartier bleiben kann — und dann in das neue Gebäude umzieht.

Die Ostseestation soll in einem durchgehenden Erdgeschoss zweier Häuser nahe dem neu geplanten Seglerplatz eingerichtet werden. Die Fläche misst 500 Quadratmeter. Die Idee ist, einen Förderverein für die Ostseestation zu gründen. Dieser könnte dann Spenden einsammeln und Sponsoren gewinnen. Damit würde der Förderverein die Fläche für die Ostseestation in dem Haus von Hollesen kaufen, Walter würde sie weiter betreiben. Ob er die Eintrittspreise von sechs beziehungsweise vier Euro halten kann, hängt an der Höhe der Pacht. „Reich werden will ich damit nicht“, sagt Walter. Er macht die Station, weil es ihm Freude macht, auf die unterschiedlichen Gruppen einzugehen und ihnen die Meerestiere näherzubringen. Aber die Station müsse sich selbst tragen. Denn für ihn ist klar: „Ich will keinen Zuschuss von der Stadt.“

Die neue Ostseestation ist als Rundgang konzipiert — der Eingang liegt direkt in der Mitte. Die Besucher werden rechts in einen Seminarraum mit Platz für 50 Leute geführt. In den jetzigen Raum passen lediglich 20 bis 30 Besucher. Dann geht es weiter in einen Ausstellungsraum, in dem die Ostsee präsentiert wird — als Relief-Unterwassermodell. So ist die Topografie der Ostsee zu erkennen, vielleicht sogar die Unterwasser-Pipelines, Windparks und Tunnel. In einem Nebenraum soll das Labor mit Mikroskopen aufgebaut werden, so dass Klassen dort auch arbeiten können, wenn eine andere Gruppe durch die Station geführt wird. Von dem Ausstellungsraum geht es weiter in einen Eventraum. Dort können bei Veranstaltungen Stehtische aufgebaut werden und Fotoausstellungen oder wechselnde Themen gezeigt werden. Dahinter schließt sich der eigentliche Raum mit den Aquarien an. Mit einer Glaswand könnte er geteilt werden, so dass sich zwei Gruppen gleichzeitig die Meerestiere aus der Ostsee ansehen können. Durch einen kleinen Shop rund ums Meer geht es dann wieder nach draußen.

Der Clou: Von außen soll die Ostseestation bereits erlebbar werden — mit Aquarien, die die Funktion von Fenstern übernehmen. Außerdem soll die Ostseestation in die neue Promenade integriert werden.

In den Boden eingelassene Fische aus Metall führen von der Station in Richtung Wasser zu einem Spielplatz. Ein Netz wird von der Promenade über die Böschung zum Steg gespannt. Dort können die Kinder bis zu einer vier Meter breiten Plattform am Hafenbecken klettern — und mit Keschern Fische fangen. „Langfristig wäre ein eigener Steg toll“, sagt Walter. Der könnte in Teilen gläsern sein, mit einer Unterwasserkamera und einem Mikrofon würde die Welt der Meerestiere dann eingefangen.

Das Waterfront-Projekt
118 Millionen Euro will der dänische Investor Sven Hollesen nach aktuellem Planungsstand auf dem Priwall verbauen. Dort sollen 1546 Betten in 450 Apartments entstehen. Diese verteilen sich auf 20 Häuser an der Promenade und auf die dahinter liegenden 32 Villen. Am 24. September soll es Baurecht für das Projekt geben, einen Tag später hat Hollesen den Spatenstich geplant. Ende 2018 oder Anfang 2019 soll das Projekt abgeschlossen sein. Die Bauzeit der Promenade geht von 2016 bis 2018.

Josephine von Zastrow

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