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„Die Travemünder Woche wird auch künftig unterstützt“

Lübeck „Die Travemünder Woche wird auch künftig unterstützt“

Innenminister Grote über den 15-Millionen-Euro-Sportfördertopf, das Sportbad in Lübeck – und den großen Druck auf der Pinne.

Lübeck. Herr Grote, wie war Ihre TW-Premiere?

Hans-Joachim Grote: Ich habe es mir wesentlich leichter vorgestellt. Ich bin ja nun wirklich kein graziles Reh, aber ich hatte so einen Druck auf der Pinne, dass ich mich da ordentlich reinlegen musste, um das Schiff auf Kurs zu halten. Aber Glückwunsch an Bernd Saxe, er und seine Crew waren etwas plietscher. Ich hoffe, der oder die neue Bürgermeisterin gibt mir die Chance zur Revanche.

Eine Chance erhoffen sich auch viele Sportprojekte. Am Mövenstein in Travemünde ist seit Langem ein Segelzentrum geplant. Doch es fehlen die Mittel. Die Koalition hat gerade einen 15-Millionen-Euro-Fördertopf aufgemacht. Sieben Millionen bekommt Holstein Kiel. Und der Rest?

Es gibt sehr viele tolle Projekte in Schleswig-Holstein. Wir sind gerade dabei, den Bedarf zu sondieren. Das Projekt Mövenstein wird sicher mit in die Betrachtung einfließen. Sehen Sie es mir nach, dass wir dazu noch nichts sagen können. Wir sind dabei, für das Kabinett eine Vorlage zu erstellen, wie und welche Projekte reinkommen.

Gibt es einen zeitlichen Rahmen?

Wir werden das nach der Sommerpause im Kabinett abschließend beraten. Es gibt Anmeldungen, auch von Ballsportvereinen. Aber zum jetzigen Zeitpunkt kann ich noch nicht sagen, wo und welche Präferenz gesetzt wird. Es sollen mit Sicherheit nicht nur ein oder zwei Projekte gefördert werden. Das Thema Sportförderung ist ein zentrales Thema im Koalitionsvertrag. Deshalb wird es in den Folgejahren auch weitere Fördergelder geben.

Hat Ihr Ministerium die Förderrichtlinien für die acht Millionen festgelegt?

Auch das noch nicht. Das müssen wir in großer Runde besprechen.

Wie kann das Land der Travemünder Woche helfen? Die TW fühlt sich im Vergleich zur Kieler Woche immer aufs Abstellgleis geschoben?

Die Travemünder Woche hat einen immens hohen Stellenwert für unser Land, auch touristisch. Deshalb wird sie auch künftig unterstützt. Was an Fördergeldern da ist, wird es weiter geben. Da machen wir keine Abstriche.

Das heißt konkret . . . ?

Sehen Sie es mir nach: Ich bin seit dreieinhalb Wochen Innenminister. Wir hatten große Themen auf der Agenda – Polizei, Windkraft. Sport ist auch wichtig. Deshalb werde ich mir auf meiner Sommerreise selbst ein Bild machen, die Olympiastützpunkte, Sporthallen und Schwimmbäder anschauen.

Stichwort Schwimmbad: Das Sportbad Ziegelstraße in Lübeck muss für sieben Millionen Euro saniert werden. Doch aus Kiel hieß es, dass eine Förderung nicht in Frage komme, weil das Sportbad keine Sportstätte sei . . .

Dieses Bad ist ein zentrales Thema bei uns im Fachreferat. Die Thematik ist bekannt, dass es als Freizeit- und Sportbad, aber eben nicht als qualifiziertes Sportbad eingestuft ist. Ich kann da aber noch keine Adhoc-Lösung anbieten.

Gespräch: Jens Kürbis

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