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Häppchen-Segeln mit Happy End

Häppchen-Segeln mit Happy End

Kaum Wind: TW-Start der Musto Skiffs und Formula 18 vertagt – J 22 schleichen zu drei Rennen – Lübecker Hartog-Crew krönt Aufholjagd nach Frühstart mit Tagesplatz zwei.

Die Musto Skiffs um den frischgebackenen, den ersten deutschen Weltmeister Andi Lachenschmid, sind am Mövenstein über die Rampe nicht hinausgekommen. Den Formula 18 erging es nicht viel besser. Die RS Aero versuchten es. Doch es langte nicht für ein Wertungsrennen. Die RS 400, 500 und 200 schlichen sich zu einer Wettfahrt, die J22 am Abend sogar zu drei „Das war zäh und mau. Wir hatten nie mehr als sechs Knoten Wind. Das war Häppchen-Segeln“, befand Gesamtwettfahrtleiter Brian Schweder.

 

LN-Bild

Vergeblicher Anlauf: Die RS Aero versuchten mehrfach ihr Glück, doch für ein Wertungsrennen langte es gestern nicht.

Quelle: Wolfgang Maxwitat
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Sieg im letzten Tagesrennen: Svend Hartog (v.l.), Steffi Schweder, Kim Brandt (verdeckt) und Ines Herbold.

Quelle: segel-bilder.de
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Vergeblicher Anlauf: Die RS Aero versuchten mehrfach ihr Glück, doch für ein Wertungsrennen langte es gestern nicht.

Quelle: Wolfgang Maxwitat
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Sieg im letzten Tagesrennen: Svend Hartog (v.l.), Steffi Schweder, Kim Brandt (verdeckt) und Ines Herbold.

Quelle: segel-bilder.de

Für Svend Hartog, den Lübecker Lokalmatador bei den J22 und seine Crew (Steffi Schweder, Kim Brandt, Ines Herbold), alles andere als optimale Bedingungen. „Ab 15 Knoten, das ist unsere Stärke.“

Und dann kam auch noch im ersten Rennen ein Frühstart hinzu. „Wir sind zurück hinter die Startlinie und dann hinterher, noch Neunte geworden.“ Im zweiten Rennen segelte das Quartett des Lübecker Segler Vereins auf Platz drei und dann zum Happy End: Sieg. Gesamtplatz zwei. „Wir haben neue Segel ausprobiert, alles gut. Taktisch war das auch gut“, freute sich Hartog, der bei den German Open mit seiner Crew aufs Podium will. Favoriten sind für ihn der Führende, der mit französischer Crew und Flagge segelnde Reiner Brockerhoff und Martin Menzner (Kiel), den ein Frühstart zurückgeworfen hat.

„Das Feld ist klein, aber mit drei der ersten Sechs der WM top“, so Hartog. Er ist sich sicher: „Es bleiben enge Rennen.“

Ihren 21. Erfolg im Formula 18 peilen die Travemünder-Woche- Rekordsieger Helge (59) und Christian Sach (57) an. Nach Platz eins bei der Kieler Woche ist die TW in diesem Jahr auch erst ihre zweite F18-Regatta. „Wir brauchen die Ranglistenpunkte. Wir wollen im kommenden Jahr die WM vor Kopenhagen segeln.“ Ihr Ade aus der Klasse ist somit vertagt. Denn ihr eigentlicher Broterwerb lässt kaum Zeit für mehr. Auf dem Nacra 20 geben sie Foiling-Training („Das ist ein Gefühl wie übers Wasser zu fliegen, eine Sucht hoch Drei“), auf dem Riesen-Kat M32 sind sie auf Regatten und mit Gästen unterwegs.

Und dann gibt Helge noch Vorträge vor Firmen. Das Thema: „Erfolgsfaktoren im Segelsport – wie sie auch in Unternehmen greifen“. Helge Sach: „Die TW als unser Heimspiel ist aber ein Muss.“

TW Ade hat die Klasse der Laser Standard gesagt. In einem überwiegend von deutschen Seglern geprägten Feld siegte ein Gast aus Fernost. Gerald Williams aus Hongkong. Damit krönte er seinen Aufenthalt in Europa. Schon zur Kieler Woche war er am Start, wurde 37. „Mit dem drehenden Wind bin ich sehr gut zurecht gekommen“, berichtete der 20-Jährige, der nun wieder nach Kiel reist, um dort an der U21-WM teilzunehmen. Die Deutschen staunten über den Erfolg von Williams. „Er ist keine guten Starts gefahren. Aber seine Manöver waren stark“, sagte der Zweitplatzierte Philipp Roitsch, der punktgleich Eric Malach (Zarrentin) hinter sich ließ.

Jens Kürbis

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