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Hand in Hand ins Ziel gesegelt

Hand in Hand ins Ziel gesegelt

Girls-Power im Laser-Titelkampf. Hannah Anderssohn siegte im Radial, Julia Büsselberg im 4.7 – mit einer besonderen Geste.

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Antonia Gfrörer im Gedränge. Bei den Titelkämpfen der Laser 4.7 waren 70 Boote am Start.

Quelle: Maxwitat

Kurz vorm Ziel ließ sich Julia Büsselberg in ihrem Laser 4.7 zurückfallen zu Julian Hoffmann (14). Beide hatten sich über fünf Tage einen erbitterten Fight um den deutschen Meistertitel geliefert. Jetzt, als feststand, dass die 16-Jährige vom Wannsee das Duell Berlin kontra Bayern für sich entschieden hatte, segelten sie Hand in Hand ins Ziel. „Wir hatten uns das vor dem Rennen ausgemacht“, verriet Julia. Und Wettfahrtleiter Wolfgang Stückl, ein Bayer, war begeistert: „Man hat heute schon gemerkt, dass es um die Medaillen ging. Die waren am Start alle wild wie die jungen Pferde. Die Geste von Julia und Julian spricht für sich, klasse.“

LN-Bild

Girls-Power im Laser-Titelkampf. Hannah Anderssohn siegte im Radial, Julia Büsselberg im 4.7 – mit einer besonderen Geste.

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Eine Klasse für sich war Hannah Anderssohn bei den jugendlichen Laser Radial. Mit vier Siegen in sieben Rennen stand ihr Meistertitel schon vor der letzten Wettfahrt fest. „Abgesehen vom ersten Tag lief es optimal“, grinste die 17-jährige Warnemünderin, die seit einem Jahr am Bundesstützpunkt in Kiel lebt und trainiert. WM-Silber im Januar in Langkawi/Malaysia, jetzt der DM-Titel. Und morgen EM- Gold? Zumindest hat sie es im Visier. Gestern Abend ging es für die Abiturientin (11. Klasse) mit ihrer Kieler Trainingsruppe, die fünf der ersten sechs DM-Plätze belegte, auf die Fähre zur Euro nach Tallinn. Ihr Traum? „Ganz klar Olympia, wir haben Buhl und all die anderen in Kiel ja täglich vor Augen.“

Olympische Spiele – die sind auch das große Ziel von 4.7-Welt- und deutscher Meisterin Julia Büsselberg. „Im nächsten Jahr steige ich in den Radial um. Nach der Schule ist geplant, auch nach Kiel zu wechseln“, erzählt sie. Noch trainiert die angehende Elftklässlerin in Berlin, reist mit ihren Eltern von Regatta zu Regatta. „Da kommen im Jahr schon 20000 Kilometer zusammen, plus Flugreisen und Blocktraining am Wochenende“, berichtet ihr Vater Jörg, der ihr die Segel-Gene in die Wiege gelegt hat, in Jolle, H-Boot und Sportsboat an der Pinne stand. Und noch etwas mehr: „Julia ist unheimlich ehrgeizig.“ Das will sie ab Dienstag vor Kiel wieder zeigen, ihren WM-Titel verteidigen. Gestern Abend hieß es so am Priwall – Sachen packen und weiter nach Schilksee. Auch für Julian Hoffmann, der noch mindestens zwei Jahre 4.7 segeln will. „Als Einsteigerboot ist das das Beste.“

Hannah und Julia und Julian, sie alle werden sich im kommenden Jahr an der Trave wiedersehen. Dann steht die Travemünder Woche komplett im Zeichen der Jugend. „Wir werden mit den Deutschen Jugend- und Jüngsten-Meisterschaften ein rauschendes Fest feiern“, versprach Heiko Radke. Der Jugendsekretär im Deutschen Segler-Verband erwartet 2017 mehr als 1000 Boote in 13 Klassen – vom Opti bis zum Laser. „Die Jugend-TW – darauf freuen wir uns.“

Jens Kürbis

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