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Ins Wasser gedrängt, belästigt und angefasst

Travemünde Ins Wasser gedrängt, belästigt und angefasst

Die Täter umzingelten ihre Opfer – Der 16-Jährigen wurde an die Brust gegriffen – Die Polizei sucht Zeugen.

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Die Tat geschah am Strand nahe der Trampolin-Anlage.

Quelle: Maxwitat

Travemünde. Am Rande der Travemünder Woche sind zwei Mädchen von einer Männergruppe sexuell belästigt worden. Ein Angreifer versuchte, einer 16-Jährigen in den Schritt zu fassen. Laut Polizei ereignete sich der Zwischenfall am Sonntag gegen 20 Uhr. „Die Mädchen hielten sich im Wasser auf, als die fünf bis sieben Männer einen Kreis um die Jugendlichen bildeten“, sagt Polizeisprecher Stefan Muhtz. Die Tat ereignete sich am Strand in Höhe der Trampolin-Anlage.

Während die 15-Jährige noch rechtzeitig zurück ans Ufer schwimmen konnte, wurde ihre 16-jährige Freundin vom Haupttäter ins tiefe Wasser gedrängt. Muhtz: „Dort ergriff er die Brust des Mädchens und versuchte, ihr in die Bikinihose zu greifen.“ Seine Begleiter hätten da laut Polizei bereits das Weite gesucht. Erst als die 15-Jährige mit zwei Helfern zurückkehrte, ließ auch der Sextäter von der Teenagerin ab. Der Mitarbeiter eines Wachdienstes rief schließlich die Polizei.

Trotz „sofortiger Fahndungsmaßnahmen durch uniformierte und zivile Beamte“ bis kurz nach 1 Uhr habe die Polizei die Männergruppe jedoch nicht mehr ausfindig machen können, so Behördensprecher Muhtz.

Die Bundespolizei half bei der Suche, sie kontrollierte Reisende sowohl in den Travemünde-Zügen als auch am Lübecker Hauptbahnhof – leider erfolglos.

Die Mädchen schätzen das Alter der fünf bis sieben Männer auf 25 bis 35 Jahre. Muhtz: „Alle sprachen gebrochenes Deutsch.“ Der Hauptverdächtige soll etwa 1,80 bis 1,85 Meter groß sein, einen dunkelbraunen Vollbart haben und einen zehn Zentimeter breiten Irokesen-Haarschnitt. Der Wachmann, der den Teenagern half, hörte zudem noch, „dass sich die Männergruppe auf Albanisch unterhalten hätte“, so Muhtz. Zeugen melden sich bitte bei der Kriminalpolizei unter Telefon 04 51/13 10 – vor allem auch die beiden Fremden, die den Mädchen zur Hilfe kamen.

„Widerlich“, nennt Detlef Hardt von der Opferhilfe Weißer Ring die Tat. „Es muss alles getan werden, um die Täter zur Verantwortung zu ziehen.“ Gleichzeitig lobt Hardt die Hilfe der zwei Unbekannten und des Wachmanns: „Sie haben nicht weggeschaut.“ Die Polizei reagiert ihrerseits auf den Zwischenfall. Schon vor der Travemünder Woche hatte sie angekündigt, mögliche Sexualdelikte „konsequent“

verhindern und ahnden zu wollen. Das wollen die Beamten nun erst recht mit weiteren Maßnahmen umsetzen.

pah

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