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Pikanter Start, Stehversuche und ein Ziel mit Tücken

Pikanter Start, Stehversuche und ein Ziel mit Tücken

TW-Premiere der Langstrecke: „Adamas“-Crew holt den Sieg – Flaute kurz vor Wismar – Letztes Schiff fast 22 Stunden unterwegs.

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Die Crew der „Adamas“ von Jan Peters (Malente/Heiligenhafen) ist Premieren-Sieger der TW-Langstrecke.

Quelle: Foto: Wolfgang Maxwitat

Um 15.39 Uhr war der Niendorfer Jens Ansorge mit seiner „Austera“ als letztes von elf gestarteten Schiffen im Ziel – nach 21:24 Stunden. Die TW-Premiere der Langstrecke war geglückt – aber mit Tücken.

„Ab drei Uhr in der Nacht ist der Wind für mehrere Stunden komplett runter gegangen, wir mussten die Strecke von 105 auf 80 Seemeilen verkürzen“, berichtete Wettfahrtleiter Uwe Wenzel, der die „Inschallah“ von Carl-Peter Forster (Hamburg) um 12 Uhr als erstes Schiff im Ziel begrüßte. Doch Forster hatte mit seiner 41-Fuß- Yacht einen Umweg genommen. Wenzel: „Er dachte, das Ziel ist vor der Mole in Travemünde, musste deshalb einen kleinen Extra-Schlenker fahren, wie zwei weitere Schiffe.“

„Mit dem Umweg hat die ,Inschallah’ den Sieg eingebüßt“, mutmaßte Jan Peters. Der Malenter, der für den SV Heiligenhafen startet, lag richtig. Mit seiner „Adamas“-Crew holte er sich in der Ostseegruppe (OSC) V nach berechneter Zeit den Sieg vor der „Xenie“ (Christian Ahrendt/Berlin). Bei den kleineren Schiffen (OSC IV) hatte die „Tsunami“ von Lutz Poutlier (Geesthacht) den Bug vorn, vor der „Na und“(Stefan Meining/Lübeck).

Die Langstrecke empfand Peters als „Bereicherung“. „Sie sollte in jedem Fall wiederholt werden.“ Der Start sei pikant gewesen, denn „vor Brodten gibt es einige Untiefen und Steine, „aber ist ja alles gut gegangen“. Die Strecke führte nach Staberhuk/Fehmarn, das Kap Horn des kleinen Mannes, weiter bis in Höhe Puttgarden, dann der Schlag gen Wismar. Peters: „Und da ging nichts mehr. Mit einem Knoten Wind haben wir versucht, gegen die Strömung anzukämpfen.“ Stehversuche. „Die Bahnverkürzung war richtig“, befand Käptn Peters, der für seine Acht-Mann-Crew belegte Brötchen und jede Menge Kaffee dabei hatte. „Den brauchte man. Das Steuern im Dunklen war anstrengend.“

Und heute geht’s für Peters & Co. weiter – mit „Up & Down“. Gemeldet sind 23 Boote.

jek

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