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So sieht die Travemünder Woche von oben aus

Travemünde So sieht die Travemünder Woche von oben aus

Aus Vogelsicht ist die Festmeile besonders schön. Fotograf Felix König nimmt Bilder mit dem Multicopter auf.

Traumhafte Sicht: Aus etwa 70 Metern Höhe gibt die Aufnahme aus dem Copter den Blick auf zahlreiche Strandkörbe, den Ziesel-Parcours, die Beachclubs , die Stadtwerke-Bühne, den SAP-Cube, jede Menge Buden und die Travemündung frei.

Quelle: Felix König

Travemünde. Das weiße Gerät schwebt in 70 Zentimetern Höhe über dem Gras, die grünen und roten Kontrollleuchten blinken. Felix König, freier Fotograf, steht mit der Fernbedienung in der Hand auf dem ehemaligen Aquatop-Gelände und lässt den Multicopter senkrecht nach oben steigen. Wegen der vier Propeller heißt das spinnenartige Ding in diesem Fall Quatrocopter. Der 21-Jährige erhofft sich davon ein paar besondere Aufnahmen.

30 Meter, 40, 90, dann 100 Meter. Diese Flughöhe ist maximal erlaubt. Unten am Copter – den Begriff „Drohne“ hören die Modellpiloten nicht so gern – ist eine Kamera befestigt, die Bilder an das Tablet in Königs Hand sendet. Der Blick des immer kleiner werdenden Flugobjekts auf die Travemünder Woche ist beeindruckend. Winzig klein sehen die Zelte auf der Promenade und der Beach Club Area aus, die Menschen sind kaum zu erkennen. Die Lübecker Bucht ist aus der Vogelperspektive besonders hübsch, über den Priwall hinweg kann man bis auf die Pötenitzer Wiek blicken. Die Segelboote auf dem Wasser ähneln Miniaturpapierschiffchen, selbst die großen Fähren, die vorüberziehen, wirken wie Spielzeugboote.

Felix König erklärt, wie er den Kopter steuert und die Kamera einstellt. Im GPS-Modus hält das Fluggerät die Position von allein. Immer wieder kontrolliert der junge Fotograf mit einem Kameraschwenk nach unten, dass er weiterhin nur über dem Grün des Rasens fliegt. „Über Menschen darf ich nicht hinwegfliegen“, erklärt er. Seine Aufstiegsgenehmigung sowie einen Versicherungsnachweis hat er dabei.

Vor dem Start hat er bei der Polizei in Travemünde angerufen und seinen Flug angemeldet.

Die ersten guten Aufnahmen sind im Kasten, Felix packt zusammen und zieht weiter an der Nordermole vorbei, die Promenade entlang in Richtung DLRG-Turm. Er sucht sich einen ebenen Ort zum Starten und lässt den Multicopter wieder in die Luft gehen. Bekommt er die Anschaffungskosten für die teure Technik durch seine Arbeit wieder raus? „Bis jetzt noch nicht, aber das ist auch nicht immer das Ziel“, erklärt der Lübecker. „Durch den Kopter erweitere ich mein Portfolio und bekomme so wieder neue Aufträge.“

Seine erste Spiegelreflexkamera hat er sich vom Konfirmationsgeld gekauft. „Ich habe selbst Handball gespielt und mich dann am Fotografieren versucht.“ Auch jetzt arbeitet er vor allem im Sportbereich, auch für die LN, hat sich inzwischen ein Netzwerk aufgebaut.

Der Copter schwebt inzwischen über dem Wasser. Einige Polizisten nähern sich, bitten den Piloten, den Copter zu landen, und kontrolliert seine Aufstiegserlaubnis. „Es gibt in diesem Bereich leider viele Idioten“, sagt König, während er sein Fluggerät wieder startet. Leider sei oft noch unklar, was genau erlaubt ist. Dann drückt er wieder auf den Auslöser – und die nächste Luftaufnahme ist im Kasten.

Wichtig beim Copterflug

Copter müssen immer in Sichtweite sein. Geflogen werden darf deshalb in der Regel nur von 30 Minuten vor Sonnenauf- bis 30 Minuten nach Sonnenuntergang. Über Menschenmengen zu fliegen ist verboten. Maximal erlaubte Höhe sind 100 Meter, der Luftraum darf nicht beeinträchtigt werden.

Für das gewerbliche Fliegen benötigen Piloten eine Aufstiegsberechtigung, die in Schleswig-Holstein der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr ausstellt. Unverzichtbar ist eine spezielle Haftpflichtversicherung je nach Gesellschaft. Außerdem muss innerorts vor jedem Flug die zuständige Polizeileitstelle informiert werden. Wer privat fliegt, braucht ebenfalls eine Haftpflichtversicherung.

 Nina Gottschalk

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