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Splash in Travemünde: Klein-Holland an der Ostsee

Splash in Travemünde: Klein-Holland an der Ostsee

Trailer, Masten, Boote soweit das Auge reicht. Dazwischen ein Segler-Gewusel. Von links schallt es: „Kunt u mij helpen!“ Willkommen in Klein-Holland.

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Geert Wijma (41, Direktor der Splash-Werft im friesländischen Heeg, packt in Travemünde selbst mit an – hat in seinem Bus alle Art von Ersatzteile.

Trailer, Masten, Boote soweit das Auge reicht. Dazwischen ein Segler-Gewusel. Von links schallt es: „Kunt u mij helpen!“ Willkommen in Klein-Holland. Zur Travemünder Woche direkt vorm Riesenrad auf der „Tornadowiese“ zu finden. Hier liegen die Splash-Segler, TW-Novizen allesamt. Die Red-Flotte (14 Boote aus vier Nationen) kürt den Europameister, die der „Blue’s“, der 12- bis 21-Jährigen, ihren Weltmeister. Von 90 Startern, segeln 85 für Oranje – eine holländische Meisterschaft auf der Ostsee.

 

LN-Bild

War mit den Eltern im Vorjahr in Spanien zur WM, ist jetzt in Travemünde: Harm Broekema.

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Keine Überraschung: Die weltweit knapp 2000 Boote wurden in 60 Jahren alle in Holland gebaut, seit 36 Monaten in der Werft im friesländischen Heeg. Geert Wijma, 41, Direktor, ist in Travemünde selbst vor Ort, hat in seinem Bus alles dabei, was ein Splash so braucht – von Bolzen über Unterteile bis zu Polyester-Laminat. Masten und drei neue Boote liegen auf einem Trailer. „Wir waren mit der WM im Vorjahr in Barcelona, jetzt wollen wir in Travemünde Werbung für unsere Klasse machen“, erzählt Wijma. Für ihn ist der Splash, „das Top-Boot, dass das Loch nach dem Optimist füllt“. Kürzer und leichter als der Laser, mit zwei Ausreitgurten und großem Cockpit kostet es segelfertig 5000 Euro, „ist es für Kids ab 45 Kilo gut segelbar“, schwärmt der Fachmann. Das Red-Boot ist für Größere ohne Alterslimit gedacht.

Bei den „Splash“ geht es aber nicht nur ums Segeln. „Wir sind eine gemütliche Klasse. Auf dem Wasser haben alle das Messer zwischen den Zähnen, an Land helfen sie sich“, erzählt Wijma und zeigt, wie links und rechts auf den Booten angepackt wird. Und gefeiert. Ein „Coffee-Bus“ steht gleich nebenan. „Den hat ein Vater mitgebracht, auch bei uns in Holland sind die Eltern immer mit dabei. Und ich muss sie beruhigen.“

In den Niederlanden sind die Splash auch der Unterbau für die olympischen Klassen. Die 20 besten Talente des Landes sind im Team „Top & Talent“ zusammengefasst. Wijma schätzt auch, dass aus diesem Pool der Weltmeister kommt. „Da gibt es zehn, die gewinnen können.“ Annika Korn, die einzige deutsche Starterin, hat er nicht auf dem Zettel. In Deutschland sind die Splash eher rar gesät, gilt der Möhnesee mit einer Hand voll eher als Enklave. Warum das so ist, kann Wijma nicht begreifen. „Für uns ist das unerklärlich, das Boot ist besser als der Laser.“

jek

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