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TW-Chef fordert gerechtere Verteilung der Fördergelder

TW-Chef fordert gerechtere Verteilung der Fördergelder

Die Kieler Woche bekommt Millionen von Land und Bund, die Travemünder Woche nette Worte.

Stefan Studt kommt heute an die Trave. Schleswig-Holsteins Innen- und Sportminister fordert Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe beim „Rotspon-Cup“ heraus – ein Spektakel im Fokus der Medien.

 

LN-Bild

TW-Chef Frank Schärffe.

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Fernab der Kameras wird Frank Schärffe, Geschäftsführer der Travemünder Woche gGmbH, Studt zu einem weitaus wichtigeren Gespräch beiseite nehmen. Das Thema: das Überleben der Segelwoche.

Der Hintergrund: Im Wettbewerb mit der Kieler und der Warnemünder Woche läuft die TW Gefahr, abgehängt zu werden. Es geht um das Werben von Klassen, um Service für die Segler, um Meisterschaften. Es geht um Geld, speziell Fördergeld. Beispiel Warnemünde: Mecklenburg Vorpommern bezuschusst die Sanierung der Steganlage mit fünf Millionen Euro.

Beispiel Kiel: Oberbürgermeister Ulf Kämpfer plant mit zwei Millionen Euro vom Land als Förderung für den Segelsport. Zudem frohlockt er, dass beim Bund weitere Millionen bereit stünden. Die Kieler Woche kann so auch Preisgeld in einigen Klassen ausschütten. Und wie fördert das Land die Travemünder Woche? Mit netten Worten, wie von Studt zur Eröffnung. Schärffe bezifferte die monetäre Hilfe aus Kiel mit „null“.

Kieler und Warnemünder Woche werden über städtische Büros zudem ganzjährig gemanagt. Bei der TW ist Schärffe die einzige hauptamtliche Kraft. Von der Stadt kann er jährlich mit einem Zuschuss von 31000 Euro plus Sachleistungen rechnen, doch die Kosten, die er an städtische Betriebe für Flächennutzung oder Infrastruktur (Busse, Fähren, Rampen) abdrücken muss, sind viermal so hoch. Der Etat der Travemünder Woche von knapp einer Million Euro wird so zu je einem Drittel über Meldegelder, Sponsoren und Einnahmen durch das Landprogramm finanziert. „Ist eine Säule brüchig, haben wir eine Unterdeckung“, sagt Schärffe. Zuletzt sei die schwarze Null zwar immer erreicht worden, „aber die Jahre davor haben wir auch Miese eingefahren“. Das Risiko trägt neben der TW auch der veranstaltende Lübecker Yacht-Club.

Schärffe will das Land ins Boot holen. „Schleswig-Holstein erfreut sich an zwei der weltgrößten Segelwochen, wirbt ja auch damit.“ Seine Forderung: „Die Fördermittel müssen gerechter verteilt werden.“ Am liebsten wäre ihm ein fester Betrag „damit wir haushaltstechnisch planen können“. Schärffe meldet Redebedarf an . . .

jek

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