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Trias – elegant, unsinkbar und fast olympisch

Trias – elegant, unsinkbar und fast olympisch

Kielboot feiert 50-jähriges Travemünde-Jubiläum – Segel-Legende Beilken erinnert sich an Olympia-Ausscheidung.

14. August 1967 – Berend Beilken erinnert sich an den Tag genau. Er steuerte vor Travemünde die allererste Trias, ein extra für die Olympia-Ausscheidung für die Spiele 1972 konstruiertes Dreimann-Kielboot. „Da waren auch noch andere Bootsklassen dabei. Wir hatten das schönere Schiff, waren auch schneller, aber die Wahl ist damals auf Soling gefallen, wir wurden Zweiter“, erzählt der Bremer und ergänzt: „Das Solingboot war leichter, nicht ganz so kompliziert.“

Doch Beilken ist den Trias treu geblieben, hat 1970 in Travemünde die erste Deutsche Meisterschaft gewonnen. Ein Jahrzehnt später wurde der Segelmacher zur Legende, gewann als Skipper der „Helisara“

den Admiral’s Cup, 1985 mit der „Pinta“ und 1993 mit der „Diva“ noch einmal. Jetzt ist Beilken 77. Und segelt er noch immer Trias? Er winkt ab: „Beckenbauer spielt ja auch kein Fußball mehr.

Fahrtensegeln auf meiner Hansa 430 reicht.“

Die Trias feiern zur TW 2017 ihr 50-Jähriges. Beilken ist dabei – bei einer Ausfahrt heute. „Damit Bernie mal wieder in einer Trias sitzt“, erzählt Ulrich Schmidt lachend. Der Berliner ist Klassenchef, 65, Diplom-Ingenieur a.D., aber immer noch aktiver Trias-Segler. „Es ist einfach ein fantastisches Boot, unsinkbar aufgrund der Luftkammern, sehr wendig, spontan auf dem Wasser, das Cockpit sehr geräumig, einfach elegant.“ Seit ihn 1989 ein Freund „einfach mal so mitnahm“ sitzt er als Vorschoter im Boot – zum 25. Mal auf der TW. Für die Trias selbst ist es der 44. Start.

Dass die Klasse nur zehn Boote in Travemünde am Start hat, überrascht Schmidt nicht: „Boote gibt es noch etliche Hundert in Deutschland, aber Regattasegler nicht mehr ganz so viele. Der Schwerpunkt liegt auch in Süddeutschland, viele scheuen den langen Weg.“ Er nicht. Doch der TW-Start ging in die Hose: Schlusslicht. „Die erste Wettfahrt haben wir verpasst. beim Rausfahren war ein Dampfer neben uns, da sind wir zu dicht unter Land gekommen, sind aufgesessen“, berichtete Schmidt. Vorn: die Crew von Ben Ürlichs (Woffelsbach).

jek

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