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Lübeck Travepromenade: Im Herbst soll der große Umbau starten
Lokales Lübeck Travepromenade: Im Herbst soll der große Umbau starten
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21:30 03.06.2016
Ein Fluss, zwei Promenaden: Auf der Travemünder Seite soll die Meile erneuert werden, auf der Priwall-Seite wird derzeit eine gebaut. Quelle: Vögele
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Travemünde

Neue Meile fürs Seebad: Der Kurbetrieb will die Travepromenade für 7,7 Millionen Euro umbauen. Die Hälfte des Geldes könnte das Land beisteuern. Baustart ist bereits in diesem Jahr – nach der Saison. Das Projekt soll in mehreren Abschnitten verwirklicht werden. 2018/2019 könnte die neue Flaniermeile entlang der Trave fertig sein. Die Pläne werden am 13. Juni im Kurbetriebsausschuss vorgestellt. Die Bürgerschaft muss Ende Juni darüber entscheiden.

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Ein Fluss, zwei Promenaden: Auf der Travemünder Seite soll die Meile erneuert werden, auf der Priwall-Seite wird derzeit eine gebaut.

„Travemünde wird das modernste Ostseebad – mit einer großartigen Landschaftsgestaltung“, freut sich Kurdirektor Uwe Kirchhoff. Er erhofft sich Restaurants mit Lifestyle und Abend-Events. „Es soll ein Ganzjahresangebot für Touristen geben.“ Damit wäre Travemünde das wohl einzige Ostseebad mit drei neuen Flaniermeilen am Wasser: der Strandpromenade am Meer, die 2012 saniert wurde (6,5 Millionen Euro); der Priwall-Promenade, die derzeit neu errichtet wird (6,5 Millionen Euro); der Travepromenade, die jetzt umgebaut werden soll (7,7 Millionen Euro).

Los gehen soll es bei der Travepromenade mit dem Gehweg zwischen der Vorderreihe und dem Lotsenturm. Dieser Abschnitt kostet 1,4 Millionen Euro. Das kaputte Asphaltband wird durch einen acht Meter breiten Weg ersetzt – gepflastert mit sandfarbenem Beton. Zugleich soll der Kaiserplatz gebaut werden. Er bildet den Übergang zur Vorderreihe und schlägt mit 185000 Euro zu Buche. Geplant ist zudem ein neuer Fährplatz für die Personenfähre für 650 000 Euro. Dort soll ein Promenaden-Balkon einen Meter in die Trave hineinragen (280000 Euro). Die Promenade ist an dieser Stelle dann gut zwölf Meter breit und soll ein neuer Anlaufpunkt werden. Zudem soll ein privater Investor eine Art Markthalle mit mehreren Läden errichten. Dort könnte beispielsweise das Welcome-Center für die Touristen platziert werden.

Das Umfeld der Travepromenade wird ebenfalls neu gestaltet: Die Wiesen entlang der Travepromenade sollen neu strukturiert werden (570 000 Euro), so dass dort Restaurants gebaut werden können. Dafür muss ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Die bereits ansässigen Gastronomen hätten Interesse zu investieren, so Kirchhoff. Der Kurbetrieb würde seine beiden Imbisshäuschen aufgeben. Sie werden von Bäckerei Junge und Fisch Paul betrieben. Die Backskiste am Kaiserplatz sowie das Restaurant Marina neben der Tornadowiese könnten ebenfalls an ihrem Standort investieren. Zudem gibt es ein noch freies Baufeld. Die Architektur der Häuser soll Schuppen ähneln: eingeschossig mit Satteldach, quer zur Travepromenade, Fassade aus Holz, Glas und Stahl.

Die Verbindung von der Trelleborgallee zur Außenallee wird gekappt. Die dortigen Parkplätze werden gestrichen. Damit werden die Trelleborgallee und die Straße Am Leuchtenfeld zur Fahrradstraße zusammengefasst. Dieser Abschnitt kostet 1,4 Millionen Euro und soll von der Stadt bezahlt werden. Der Kurdirektor hofft, dass er diese Abschnitte bis Ostern 2018 bauen kann. Denn dann eröffnet auch das Aja-Hotel, das ab September zwischen Strand- und Travepromenade errichtet wird.

Je nachdem, wie viel Geld Kirchhoff auftreiben kann, soll die Neugestaltung noch weitergehen. Denn auch der Parkplatz Leuchtenfeld soll umgestaltet und verkleinert werden. Von den derzeit 750 Stellplätzen fallen gut die Hälfte weg. 365 bleiben übrig, davon 280 Stellplätze für jedermann, 85 sollen an den Yachtclub gehen. Der Parkplatz soll als Multifunktionsfläche gestaltet werden. Kosten:

1,4 Millionen Euro. Der Teil in Richtung Hotel Maritim soll in einen Spiel- und Sportpark mit einer Skater- und einer Rasengolfanlage (300000 Euro) umgestaltet werden. Zudem sind zwei Aussichtsbalkone geplant, die über die Trave hinausragen: das Travedeck für 380000 Euro auf Höhe der Promenaden-Mitte und das Norderdeck für 1,2 Millionen Euro am Übergang zur Strandpromenade.

 Josephine von Zastrow

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