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Lübeck Ü-30-Party: Wie ein großes Klassentreffen
Lokales Lübeck Ü-30-Party: Wie ein großes Klassentreffen
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21:18 16.09.2013
Meister der guten Laune: Die DJs Michael Wittig (l.) und Freddy Fresh sorgen im Foyer der Musik- und Kongresshalle für die Partykracher vom Plattenteller. Quelle: Fotos: Lena Schüch

23 Uhr: Die Party kommt allmählich so richtig in Fahrt. Auf der Bühne präsentieren Models der Agentur „Augen auf“ die aktuelle Herbstkollektion; mit Breakdance-Einlagen wird die Stimmung angeheizt.

„Warum tanzt hier eigentlich noch niemand?“, schallt es aus dem Publikum. Als DJ Michael Wittig den Sommerhit „Blurred Lines“ von Robin Thicke und Pharrell Williams auflegt, geht eine Welle durch die Menge: Auf der Tanzfläche im Foyer der Musik- und Kongresshalle (MuK) kann nun niemand mehr still stehen.

So auch Bianca Knott, die sich schon länger auf den Abend gefreut hat. „Für mich ist die Party jedes Mal ein Highlight“, sagt die 39-Jährige. „Ich bin Mutter von zwei Kindern, und da geht man einfach nicht mehr so oft aus wie früher.“ Für die Ü-30-Partys in der MuK, die viermal im Jahr stattfinden, trommelt sie aber immer all ihre „Mädels“ zusammen. „Man trifft hier immer viele Leute wieder“, sagt Knott. „Die Musik ist abwechslungsreich, und so ist für jeden etwas dabei.“

Für diese Mischung sorgt nach Mitternacht auf dem „Main Floor“ DJ Freddy Fresh. „Bei einer Ü-30-Party ist es ganz anders, als wenn man in einem Club auflegt“, sagt der Mann am digitalen Plattenteller. „Da braucht man die ganze Bandbreite von alten Hits aus den 80ern und 90ern, aber auch die ganz neuen Sachen.“ Die Party sei wie ein Klassentreffen: „Man trifft alle alten Bekannten wieder “, so Freddy Fresh — und meint dies sowohl im musikalischen als auch im wortwörtlichen Sinn. Auch wenn er sich zu Hause schon ein Konzept überlegt und die klassischen Partykracher wie „Rhythm is a Dancer“ heraussucht, so sei es wichtig, schließlich vor Ort die Stimmung des Publikums zu beobachten. „Das macht man irgendwann ganz aus dem Bauch heraus“, sagt der DJ, der schon auf über zwanzig Jahre Erfahrung am Musikpult zurückblicken kann. „Beat und Harmonien müssen schlüssig ineinander übergehen.“

Auch am Tresen muss die Chemie stimmen: Hinten werden die Cocktails gemixt, vorne Sekt, Bier und andere Mixgetränke ausgeschenkt. „Von Mitternacht bis um drei Uhr ist die Bar richtig voll“, sagt Tresenleitung Lars Wischnewski. „Da gehen auch schon mal 50 bis 60 Kästen Bier weg.“ Aber gerade die Mixgetränke seien momentan sehr beliebt; vor allem Rum-Cola. „Auf den Ü-30-Partys zu arbeiten, ist bei uns immer sehr beliebt“, sagt der 25-Jährige. „Die Leute sind sehr entspannt und geben einem meistens auch ein gutes Trinkgeld.“

Dass Partys mit Gästen in der Altersklasse Ü-30 generell ruhiger verlaufen als mit jüngerem Partyvolk, bestätigen auch die Sicherheitsleute. „Es gibt selten Vorfälle“, sagt der Einlassleiter, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte. „Und wenn es mal Unstimmigkeiten gibt, sind die meist viel schneller zu klären.“

Und so feiern die rund 2500 Gäste der MuK friedlich bis in den frühen Morgen.

Die nächste Ü-30-Party in der Musik- und Kongresshalle findet am 23. November ab 21 Uhr statt. Karten gibt es im Vorverkauf für zwölf, an der Abendkasse für 16 Euro.

Lena Schüch

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