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Lübeck Überfall auf Spielhalle: Flucht im Linienbus
Lokales Lübeck Überfall auf Spielhalle: Flucht im Linienbus
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20:40 23.01.2017
Die Spielothek am Westpreußenring in Kücknitz ist in der Nacht zu Sonntag von einem bewaffneten Mann überfallen worden. Quelle: Jan Dresing
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Lübeck

Der Überfall dauerte nur wenige Sekunden: In der Nacht zu Sonntag hat ein bislang unbekannter Täter die Spielothek am Westpreußenring überfallen. Er bedrohte den Angestellten mit einer Schusswaffe, konnte jedoch lediglich eine kleine Summe Bargeld erbeuten. Womöglich flüchtete er mit dem Bus.

Es war kurz nach Mitternacht, 0.05 Uhr, als der maskierte Mann zur Tür hereinstürmte. Er war laut Polizei ganz in Schwarz gekleidet, in seiner linken Hand hielt er eine Schusswaffe. Er rief: „Geld raus“ und „Gib mir alles, was du hast“. Miguel Pinheiro arbeitete in der Spielothek in der Spätschicht. „Bis dahin war alles ganz normal“, sagt er im Rückblick. Er war fast allein im Laden, nur eine Kundin saß an einem der Automaten. „Ich hatte Angst, ich war wie gelähmt“, beschreibt er die Situation. Der 25-Jährige öffnete auf Anweisung die Kasse.Viel Geld war allerdings nicht drin. Der Maskierte nahm die Scheine vom Tresen und rannte in unbekannte Richtung weg. Nach etwas mehr als zehn Sekunden war der Überfall vorbei.

„Das ist hier eigentlich eine ruhige Gegend“, sagt seine Kollegin Isabel Brzezinska. Trotzdem hatte sie ein „mulmiges Gefühl“, als sie am Montag nach dem Überfall zur Frühschicht kam. Miguel Pinheiro selbst stand schon am Sonntagabend wieder hinterm Tresen. „Das war ziemlich schwer. Ich habe alle paar Sekunden nach draußen geguckt.“ Doch er wollte vor seinem Urlaub, den er gestern antrat, seine Angst abbauen.

Der Täter soll etwa 1,60 bis 1,70 Meter groß sein. Er trug beim Überfall dunkle Kleidung, bei der schwarzen Sturmhaube war der Augenbereich frei. „Es gibt Hinweise, dass der flüchtige Täter möglicherweise mit dem Bus von Kücknitz bis nach Travemünde zur Haltestelle ,Rose‘ gefahren sein könnte“, sagt Polizeisprecher Stefan Muhtz. Das Kommissariat 13 der Kriminalpolizei Lübeck sucht nun Zeugen. Sie können sich unter Telefon 0451/1310 sowie bei jeder anderen Dienststelle melden.

jad

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