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Lübeck Ulrich Gablers Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln
Lokales Lübeck Ulrich Gablers Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln
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22:51 08.01.2014
Die Gabler-Biografie ist bei Schmidt- Römhild erschienen.
Lübeck

Im vergangenen Jahr wäre Ulrich Gabler 100 Jahre alt geworden. Wie der Zufall es wollte, wurde im selben Jahr Richtfest des Ulrich-Gabler-Hauses am Rande des Gründerviertels gefeiert. Außerdem hat Herausgeber Peter Kayser den Geburtstag des 1994 in Lübeck verstorbenen Schiffbauingenieurs zum Anlass genommen, an dessen Lebensleistung zu erinnern.

„Das Arbeitsgebiet, auf dem Gabler tätig war, verhinderte, dass sein Name in Lübeck und darüber hinaus in weiten Kreisen bekannt wurde, obwohl er Leistungen erbrachte, die weltweite Anerkennung fanden und die Tausenden von Menschen Arbeitsplätze in Lübeck, in Werften an der Küste und in der Zulieferindustrie sicherten“, sagt Kayser. Das beim Schmidt-Römhild-Verlag erschienene Werk mit dem Titel „Ulrich Gabler. Biografie eines Lübecker Ingenieurs — Unternehmers — Stifters“ beleuchtet das Leben des Lübeckers, der sich als Unternehmer, Wissenschaftler, Berater und Stifter engagierte, aus verschiedenen Blickwinkeln. Am Anfang der mit Fotos bestückten Reise in die Vergangenheit steht Gablers Autobiografie, die er 1986 unter dem Titel „Aus meinem Leben“ für seine Familie und enge Freunde schrieb.

Seine Wegbegleiter heben sein soziales Engagement hervor. Dies zeigte sich etwa in der Gründung der Ulrich-Gabler-Stiftung, die in enger Zusammenarbeit mit dem Diakonischen Werk benachteiligten Menschen hilft und etwa den sechs Millionen Euro teuren Bau des Ulrich-Gabler-Hauses gegenüber der Marienkirche finanziert hat.

Der Schiffbauingenieur Prof. Ulrich Gabler wurde am 1. Oktober 1913 in Berlin geboren und wuchs in Oldenburg auf. Er war ein führender Entwickler von U-Booten mit Dieselantrieb. Den größten Teil seines Lebens verbrachte er in Lübeck, wo er nach Ende des Krieges das Ingenieurkontor Lübeck (IKL) gründete. 1958 erhielt Gabler den Lehrauftrag für Sonderschiffbau der Hamburger Universität und wurde 1963 zum Honorarprofessor ernannt. Er trat 1978 in den Ruhestand. 1994 kaufte die Kieler Howaldtswerke-Deutsche Werft AG das Ingenieurkontor Lübeck — mit dem Erlös gründete Gabler die nach ihm benannte gemeinnützige Stiftung.

Ulrich Gabler. Biografie eines Lübecker Ingenieurs — Unternehmers — Stifters“, 19,80 Euro, Schmidt-Römhild.

meu

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