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21:17 21.09.2013
Thomas Gieth mit einer Zeichnung seines Vaters Karl. Quelle: Foto: Risch

Die lange Tafel aus einem grob beschnittenen Mahagoni-Stamm ist mit Kerzenleuchtern eingedeckt, als kämen bald die Gäste, um in der Diele des Hauses Hundestraße 53 zu feiern. „Meine Eltern haben hier früher oft gefeiert“, sagt Thomas Gieth (66), der Architekt, der einen Großteil des Jahres in Argentinien lebt. Alle Jahre wieder macht er eine Ausstellung mit Arbeiten seines Vaters Karl Gieth, der 2001 im Alter von 96 Jahren verstorben ist.

Der Kunstmaler, Grafiker, Kunstpädagoge, Vorsitzende der Gemeinschaft Lübecker Künstler und Mitbegründer des Kunsthauses von Frank-Thomas Gaulin hat ein umfangreiches Werk in allen denkbaren Techniken hinterlassen. Von Bleistift- und Tuschezeichnungen aus Lübeck und aller Welt über Öl- und Aquarellmalerei bis hin zu Keramiken. Seine Eltern hätten ihn oft besucht, „wir sind gemeinsam gereist — und mein Vater hat stets gezeichnet“. Kein Wunder also, dass es unter anderem Reiseskizzen mit dem Titel „Von Riga bis Rio“ gibt. „Ich schätze, dass ich noch rund 2000 Arbeiten meines Vaters habe“, sagt Thomas Gieth, der jetzt wieder im Elternhaus weilt, um die Ausstellung vorzubereiten.

Besonders beeindruckend: Gerade in den späten Jahren seines Lebens hat sich Karl Gieth der abstrakten Malerei verschrieben. Interessante Werke in kräftigen Farben schmücken die Diele, deren Zentrum, besagter Tisch für 32 Personen, für die Vernissage beiseite gerückt wird. Denn dann stehen die Arbeiten von Karl Gieth im Mittelpunkt. „Die ersten Jahre habe ich die Ausstellungen nur für den Freundeskreis gemacht, jetzt möchte ich sie einem breiteren Publikum öffnen“, sagt Architekt Gieth.

Die Vernissage mit Werken aus dem Nachlass seines Vaters ist am Sonnabend, 28. September, um 18 Uhr in der Hundestraße 53. Es spricht Galerist Bernd Bornemann. Die Ausstellung ist zudem am Sonntag und Montag, 29. und 30. September, jeweils ab 18 Uhr, zu sehen.

sr

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