Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lübeck Uni feiert einen neuen „Ersti“-Rekord
Lokales Lübeck Uni feiert einen neuen „Ersti“-Rekord
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:24 09.10.2017
Mit einer erneuten Rekordzulassung geht die Universität ins Wintersemester. Bei 1068 neu Eingeschriebenen überschreitet die Erstsemesterzahl erstmals die Tausendermarke. Quelle: Fotos: Lutz Roessler

„Dies ist ein ganz besonderer Tag, nicht nur, weil wir Sie an unserer Hochschule willkommen heißen dürfen“, hob Prof. Hendrik Lehnert an, „sondern auch deshalb, weil die Universitätskirche bisher noch bei keiner Begrüßung so gefüllt war wie heute.“ Die Steigerung aus den Vorjahren habe sich fortgesetzt, so dass nun die Gesamtzahl bei 4639 Studentinnen und Studenten liege, freute sich der Uni-Präsident.

Mit einer erneuten Rekordzulassung geht die Universität ins Wintersemester. Bei 1068 neu eingeschriebenen Studierenden überschreitet die Erstsemesterzahl erstmals die Tausendermarke in der 53-jährigen Geschichte der Hochschule. Die „Erstis“ wurden gestern in St. Petri begrüßt.

Mehr als 2000 Studierende waren es erstmals im Oktober 2000, mehr als 3000 dann zum Wintersemester 2011/12 und mehr als 4000 erstmals im Oktober 2016. „Es ist aber nicht in den einzelnen Studienfächern voller geworden; wir haben das Studienangebot nur systematisch im Sinne unseres Profils der Lebenswissenschaften in der jüngeren Vergangenheit kontinuierlich erweitert“, betonte Lehnert.

Sein Hinweis, man sei nicht einem Zahlenrausch verfallen, sondern nach wie vor bewusst eine kleine Hochschule mit all ihren Vorteilen, setzte er akzentuiert hinzu. „Denn auch wenn wir mit einer gewissen Raumnot fertig werden müssen, sind wir von einem Massenbetrieb meilenweit entfernt“, sagte der Mann an der Spitze, der in dieser Funktion gestern letztmalig in St. Petri aufgetreten ist.

Denn voraussichtlich ab Januar wird die Humangenetikerin Prof. Gabriele Gillessen-Kaesbach sein Amt übernehmen (die LN berichteten).

Der nach wie vor stärkste Studiengang an der Universität ist die Humanmedizin mit 190 Erstsemestern. Zusammengenommen bringen es die inzwischen fünf Informatik-Bachelorstudiengänge allerdings bereits auf 328 Erstsemester. Es sind dies die Informatik selbst (73), die Medieninformatik (97), IT-Sicherheit (60), Robotik und Autonome Systeme (60) und Medizinische Informatik (38). Im neuen Studiengang Hebammenwissenschaft beginnen 20 Studentinnen.

Und: In der Psychologie sind es 116 „Erstis“, in Medizinischer Ingenieurwissenschaft 96, in Molecular Life Science 83, in Medizinischer Ernährungswissenschaft 63, in Biophysik 55, im dualen Studiengang Pflege 44, in der Physiotherapie 43 und in Mathematik in Medizin und Lebenswissenschaften 30. Zu den 1068 Erstsemestern – Frauenanteil 57,4 Prozent – kommen dann noch 270 Studierende, die ihr Masterstudium beginnen, 15 davon im neuen Studiengang Hörakustik und Audiologische Technik.

Stadtpräsidentin Gabriele Schopenhauer attestierte der Universität entsprechend eine sehr beeindruckende Entwicklung und würdigte die segensreiche Wirkung der Hochschulen für die Stadtentwicklung.

Und Petri-Pastor Dr. Bernd Schwarze hob bei der gestrigen Feierstunde das „Bekenntnis zum Austausch und zum Versuch der Verständigung über Grenzen hinweg, zur Internationalität, Inklusion und Toleranz“ hervor. „All dies ist Ausdruck einer Geisteshaltung, die Ihnen hier an Ihrem Studienort immer wieder begegnen wird“, proklamierte der Theologe.

Passend dazu wurde der Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) verliehen. Die ukrainische Medizinstudentin Inna Tokar durfte nach vorne treten und sowohl Blumen wie Urkunde und die 1000-Euro-Prämie entgegennehmen. Die Zwölftsemesterin wurde vom International Office vorgeschlagen und für ihr langjähriges, hohes persönliches Engagement bei der Betreuung von ausländischen Studierenden auf dem Campus geehrt.

 Von Michael Hollinde

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige