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Lübeck Universität zeichnet Nachwuchsforscher aus
Lokales Lübeck Universität zeichnet Nachwuchsforscher aus
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22:24 06.11.2013
Uwe Lüders (Gesellschaft der Freunde und Förderer der Universität) übergibt den Professor-Otto-Roth-Preis an Celine Hardenbicker. Quelle: mas
Lübeck

In einem vielseitigen Themenspektrum findet an der Universität zu Lübeck exzellente Nachwuchsforschung auf nationalem und internationalem Niveau statt. In einer großen Feierstunde zeichnete die Universität gestern Abend im Audienzsaal des Rathauses herausragende Nachwuchswissenschaftler aus. Die sieben Wissenschaftler forschen zu Hormonen und Haut, neuartigen Antibiotika, Tumoren und Hirnerkrankungen. Ihre Forschungen haben nach Ansicht der Universität in der Hansestadt besondere Erkenntnisse und Lösungsansätze für die gesamte medizinische Wissenschaft hervorgebracht. Die Universität ehrte die Mediziner mit Preisen in Höhe von insgesamt 68 000 Euro.

Nach einer kurzen musikalischen Begrüßung durch die beiden Musiker Simone Wolff und Alexander Schmidt, hieß auch Stadtpräsidentin Gabriele Schopenhauer die Wissenschaftler und die rund 80 Gäste im Audienzsaal willkommen. „Es ist mir eine große Freude, heute hier so viele herausragende Wissenschaftler begrüßen zu dürfen“, sagte Schopenhauer. „Sie haben Spitzen-Leistungen erbracht, und Ihr Glanz fällt dadurch auch auf den Wissenschaftsstandort Lübeck. Dafür danke ich Ihnen.“ Um die Feierlichkeiten persönlicher zu gestalten, stellten sich die ausgezeichneten Wissenschaftler zunächst in eigenen Worten dem Publikum vor. Danach sprachen dann die Doktorväter über die Arbeiten ihrer Schützlinge und brachten durch Erzählungen aus dem Forschungsalltag auch den einen oder anderen Zuhörer im Saal zum Schmunzeln.

Den wichtigsten und bereits seit dem Jahr 1979 jährlich verliehenen Preis für junge Wissenschaftler der Universität, den mit 2500 Euro dotierten Professor-Otto-Roth-Preis der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Universität, erhielt Dr. med. Celine Hardenbicker. Trotz einer Kehlkopfentzündung dankte die mittlerweile in Lüneburg tätige Wissenschaftlerin in ihren Grußworten vor allem ihrem Doktorvater Dr. med. Rolf Paus.

Die Humanmedizinerin erhielt die Auszeichnung für ihre an der Lübecker Universität angefertigte Doktorarbeit zu den Themen Dermatologie, Allergologie und Venerologie. Ihre Forschungsergebnisse bieten der Wissenschaft neue Möglichkeiten für die Behandlung von Erkrankungen, die mit strukturellen Schädigungen des Haares einhergehen. „Ich hoffe, ihr unabhängiger und freier Geist bleibt ihr auch weiterhin erhalten, ich fand es toll, mit ihr zusammen zu arbeiten“, sagte Hardenbickers Doktorvater Paus in seiner Laudatio.

Über den höchstdotierten Wissenschaftspreis der Universität, den Euroimmun-Transferpreis in Höhe von 50 000 Euro, konnte sich Prof. Dr. med. Detlef Zillikens freuen. Der Direktor der Universitätsklinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie Lübeck und seine Forschungsgruppe entwickeln gemeinsam Designer-Antigene zur serologischen Diagnostik dermatologischer Autoimmunerkrankungen.

Weiterhin wurde Dr. rer. nat. Helgo Schmidt ausgezeichnet. Er erhielt den mit 2500 Euro dotierten Heinrich-Dräger-Wissenschaftspreis. An Dr. med. Björn Machner ging der Renate-Maaß-Preis in Höhe von 5000 Euro. Dr. med. Nana Kristin Bündgen und Dr. rer. nat. René Werner bekamen für ihre Dissertationen die staatlichen Universitätspreise für die Sektion Medizin und jeweils 1500 Euro.

Erstmals verlieh die Universität in diesem Jahr auch einen Promotionspreis der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft. Diesen erhielt Dr. med. Constanze Ariane Brucker für ihre Arbeit aus der Lübecker Klinik für Allgemeine Chirurgie. Der mit 5000 Euro dotierte Preis soll zukünftig im jährlichen Wechsel zwischen Lübeck und Kiel vergeben werden.

mas

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