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Lübeck Unterstützung aus Kiel für den Lübecker Hafen
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21:57 27.07.2017
Große Schiffe, große Pläne (v. l.): Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe (SPD), Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) und der Geschäftsführer der LHG, Sebastian Jürgens, am Skandinavienkai. Quelle: Foto: Markus Scholz/dpa

Bei seinem Antrittsbesuch bei der Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) hat der neue Wirtschafts- und Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) Hilfen durch das Land in Aussicht gestellt. Am Donnerstagmorgen empfingen Bürgermeister Bernd Saxe (SPD), LHG-Geschäftsführer Sebastian Jürgens und Vertreter der Reedereien den Minister am Skandinavienkai. Die Situation des Hafens und mögliche Entwicklungsperspektiven standen bei dem Treffen im Vordergrund. Unter der Leitung von Hans- Wolfgang Wiese, Leiter der Lübecker Port Authority, verschaffte sich der gut gelaunte Minister einen ersten Eindruck vom lebendigen Betrieb des größten Güterumschlaghafens in Schleswig-Holstein.

Der Güterumschlag des Lübecker Hafens übersteige den anderer Standorte um ein Vielfaches, sagte Buchholz und verwies auf die Konkurrenzhäfen Kiel und Rostock. Aus diesem Grund sei der Hafen in Lübeck ein wichtiger Beschäftigungsmotor in der Region. Darüber hinaus ermunterte er LHG-Chef Jürgens zu weiteren Investitionen in die Infrastruktur. Mit all den angeschlossenen Unternehmen sei der Lübecker Hafen das wichtigste Handelstor Schleswig-Holsteins in den Ostseeraum. Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) war sichtlich erfreut über den Besuch des Wirtschaftsministers. „Wir erhoffen uns, vermitteln zu können, dass wir alles tun, um die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und die Marktposition auszubauen.“ Dass er zu seinem ersten Hafenbesuch nach Lübeck komme, zeige, dass die Wertschätzung für den Standort da sei.

Dass die LHG derzeit mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen hat, ist dem Minister ein wichtiges Anliegen. „Wenn die LHG Ideen hat, um das Geschäft weiter voranzubringen, gibt es Förderungsmöglichkeiten durch das Land, um dem Hafen insgesamt wieder eine bessere Perspektive zu geben“, sagte Buchholz.

Das ist auch wichtig, denn das Unternehmen steckt weiterhin in tiefroten Zahlen. Mit fast 7,9 Millionen Euro Defizit rechnet die LHG in diesem Jahr. 2016 waren es 7,4 Millionen Euro Minus. Gründe dafür sind unter anderem der Wechsel von drei Großkunden, die zur Konkurrenz nach Rostock und Kiel gegangen sind. Prinzipiell sei das jedoch kein Problem, so Buchholz, denn Konkurrenz belebe schließlich das Geschäft. „Wenn die Konkurrenz nicht Kiel wäre, dann wäre es Rostock.“ Es sei wichtig, dass jeder Standort für sich definiere, was er am besten könne und wo er seine Marktnische finde. Und dass Lübeck das Potenzial habe, da ist sich Buchholz sicher. Das Land werde die LHG auf diesem Weg gern unterstützen.

Im Anschluss an eine Hafenrundfahrt besuchte der Minister die Planet Haus AG am Priwallhafen in Travemünde und das Hafenhotel in Heiligenhafen. Im Fokus der Besuche stand das Thema des Tourismus an der Ostseeküste.

 Fabian Boerger

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