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Lübeck Untertrave wird zur Einbahnstraße
Lokales Lübeck Untertrave wird zur Einbahnstraße
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16:32 26.08.2017
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Innenstadt

Es ist ein Mammutprojekt, das auch den Autofahrern einiges abverlangt. Für 7,6 Millionen Euro gestaltet die Stadt die Untertrave und den Drehbrückenplatz um. Doch weil alles schnell gehen muss, um Fördergelder des Bundes nicht zu verlieren, müssen die Arbeiten zeitgleich an mehreren Stellen beginnen. Autofahrer können die Untertrave deshalb ab dem kommenden Montag nur noch stadtauswärts, also in Richtung Hubbrücke befahren. Die Einbahnstraßenregelung gilt bis zum 30. November 2018.

„Der Verkehr aus den Straßen Alsheide und Große und Kleine Altefähre wird dann jeweils nur nach rechts in Richtung Hubbrücke und Kanalstraße abfließen können“, erklärt Stadtsprecherin Nicole Dorel.

Um für die Anlieger eine bessere Erreichbarkeit des Quartiers zu ermöglichen, ist die Untertrave von der Kanalstraße kommend bis zur Einmündung Große Altefähre für den Verkehr in beiden Richtungen befahrbar. Die Engelsgrube ist von der Untertrave aus wie gewohnt anfahrbar, eine Ausfahrt ist jedoch nur in Richtung Koberg/Breite Straße möglich.

In der zweiten Bauphase, die bis Ende September vorgesehen ist, wird der Kanalbau vorangetrieben und bereits größere zusammenhängende Oberflächenbeläge beim Drehbrückenplatz und entlang der Untertrave im Einmündungsbereich der Engelsgrube aufgenommen. Diese Flächen sollen schnell für archäologische Untersuchungen bereitgestellt werden, so dass die möglicherweise zeitintensiven Dokumentationsarbeiten oder Bergungen eventueller Funde nicht die Terminierung der Baudurchführung beeinflussen. „Sobald durch die Archäologie Flächen freigegeben werden, erfolgen die weiteren Tiefbauarbeiten, zu denen die Verlegung von Anschlussleitungen und Kabeln und dann der abschließende Aufbau der Oberflächen gehören“, so Nicole Dorel. Weil alle Arbeiten bis Ende 2018 fertig sein müssen, können sie nicht entzerrt werden. „Deshalb werden die Leitungsarbeiten der Entsorgungsbetriebe (EBL) und die Arbeiten der Archäologen parallel erfolgen“, so Dorel. Das Baufeld der EBL hat zur Folge, dass die Engelsgrube halbseitig gesperrt werden muss, deshalb ist die Ausfahrt nur noch in Richtung Koberg möglich.

Für die Zeit der Baumaßnahme ist eine Umleitung eingerichtet. Sie führt von der Hafenstraße oder der Kanalstraße aus kommend über den Brückenweg, Gustav-Radbruch-Platz, Burgstraße, Koberg, Beckergrube hin zur Untertrave in Richtung Holstentorplatz. Die Stadt weist ausdrücklich darauf hin, dass das Befahren der Rippenstraßen wie Große Altefähre nur Anliegern mit einem Zufahrtberechtigungsschein gestattet ist. Um die Bewohner nicht unnötig lange einzuschränken, will die Stadt am 22. Dezember dieses Jahres die Lage überprüfen und die Verkehrsführung gegebenenfalls neu festlegen.

Betroffen von der Maßnahme ist auch die Linie 3 des Stadtverkehrs. „Aus Richtung Eichholz kommend gibt es eine Umleitungsstrecke ab dem Gustav-Radbruch-Platz über Große Burgstraße und Beckergrube.

Die Haltestellen Große Burgstraße, Breite Straße und Stadttheater werden bedient. Die Haltestelle Hansemuseum kann in Richtung Zob/Hauptbahnhof nicht bedient werden“, erklärt Gerlinde Zielke, Sprecherin des Stadtverkehrs. Ab der Haltestelle Beckergrube nimmt die Linie 3 ihren normalen Weg wieder auf.

 mwe

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