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Lübeck Unterwegs im Auftrag der Kirche
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21:39 05.03.2018
In den vergangenen fünf Jahren saß Pastor Uwe Baumgarten häufig am Schreibtisch. Als Geschäftsführer der Dienste und Werke musste er sich sehr viel mit Zahlen und Bilanzen auseinandersetzen. Quelle: Foto: Kk-Ll
Buntekuh

Die Verabschiedung fand dort statt, wo seine berufliche Laufbahn Anfang der 1980er Jahre als Vikar begann: in der Bugenhagenkirche in der Karavellenstraße in Buntekuh. Hier wurde Pastor Uwe Baumgarten durch Pröpstin Frauke Eiben entpflichtet. Auf seiner letzten beruflichen Station war der gebürtige Ostholsteiner rund fünf Jahre lang Geschäftsführer der sogenannten Dienste und Werke im Kirchenkreis Lübeck- Lauenburg. Damit war er zuständig für zum Beispiel die Bibelgesellschaft, die Hospizseelsorge, den Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt sowie die Telefonseelsorge.

Nach dem Abitur studierte Baumgarten Theologie in Bethel und Kiel. In der Bugenhagen-Kirchengemeinde war er dann Vikar. „Damals waren es andere Zeiten. Da waren noch drei Pastoren an meiner Seite, und es gab buchstäblich 1000 Konfirmandinnen und Konfirmanden zu betreuen“, schmunzelt der Geistliche. Im Jahr 1986 ging er mit seiner Ehefrau an den Kieler Stadtrand – das Paar gehörte zu den allerersten, die sich eine Pastorenstelle teilten.

Die nächste berufliche Etappe bis 2002 war Siebenbäumen in der Propstei Lauenburg. „Nebenbei studierte ich noch Betriebswirtschaftslehre, bis meine Frau Pröpstin in Ahrensburg wurde. Da hörte ich mit dem Studium auf, denn neben einer vollen Pastorenstelle war das dann doch ein bisschen zu viel Arbeitspensum“, bemerkt er.

Als ihn Lübecks damaliger Propst Ralf Meister 2007 fragte, ob er Vertretungsdienst für Pastorinnen und Pastoren im Mini-Sabbatical machen wolle, musste der heute 65-Jährige nicht lange überlegen.

„Auf diese Art schnupperte ich in die Hälfte der Gemeinden im Kirchenkreis hinein.“ Für ihn sei es spannend gewesen, alle Vierteljahre neue Menschen und Strukturen kennenlernen zu dürfen. „Diese Vertretungszeiten sind dafür da, dass der Betrieb der Kirchengemeinde weiterläuft, solange der etatmäßige Pastor nicht vor Ort ist“, erläutert Baumgarten.

Vor gut fünf Jahren erreichte ihn schließlich die Anfrage, ob er der Geschäftsführer der „Dienste und Werke“ des Kirchenkreises werden möchte. „Ganz leicht fiel mir die Aufgabe meines bisherigen Wirkens nicht; vor allem musste mir die Pröpstin versprechen, dass ich weiter predigen darf. Allerdings reizte mich die Herausforderung, dieses vielseitige Aufgabenspektrum abseits der Gemeinden mitzugestalten und zu bewirken, dass alle an einem Strang ziehen und somit ein großes Ganzes werden.“

Seine zurückliegende Arbeit beschreibt der Theologe so: „Ich kümmere mich um die einzelnen Einrichtungen, begleite sie und gebe Impulse, um Inhalte, Finanzen und Organisationsstrukturen zu klären.

Heute, nach fünf Jahren, ist ein gutes Wir-Gefühl entstanden“, bilanziert er. Früher sei es oft ein Nebeneinander gewesen – „jeder machte irgendwie sein eigenes Ding – das war mehr als anstrengend.“

Mittlerweile laufe vieles gut, dennoch gebe es immer Luft nach oben „Meinem Nachfolger Jochen Schultz möchte ich sagen: Mach’ es besser als ich“, so Baumgarten. Ausbaufähig sei beispielsweise die gemeinsame Identität. Denn: „Kirche sind wir nur gemeinsam mit den Kirchengemeinden.“

Hervorheben möchte der 65-Jährige die „grandiose Zusammenarbeit“ mit Pröpstin Frauke Eiben, zuständig für die „Dienste und Werke“. Eiben habe ihn und seine Arbeit enorm gefördert. „Fehlen werden mir aber auch die lebhaften Diskussionen mit meinen engagierten, gebildeten und humorvollen Kolleginnen und Kollegen“, fügt er noch an.

Und was kommt jetzt? „Sobald meine Frau in Rente geht, wollen wir ein halbes Jahr Italien bereisen – dort in dem Land gibt es einfach eine tolle Kultur. Und ich werde viel lesen, am liebsten gesellschaftsanalytische Literatur“, schaut er voraus.

LN

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