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Lübeck Unwetter: Blitzeinschläge, vollgelaufene Keller und überflutete Straßen
Lokales Lübeck Unwetter: Blitzeinschläge, vollgelaufene Keller und überflutete Straßen
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21:29 26.06.2016
Überflutete Straßen in Timmendorf. Quelle: Felix König
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Lübeck/Timmendorfer Strand

Die Leitstelle der Feuerwehr berichtet von 16 Einsätzen. Mehrere Male rückte die Feuerwehr wegen vollgelaufener Keller aus. Im Sky-Markt in Schlutup gab es einen Wassereinbruch. Eine Flüchtlingsunterkunft am Brinkweg in Schlutup erlitt Schäden. Zweimal fuhr die Feuerwehr zu Einsätzen nach Blitzeinschlägen in der Brandenbaumer Landstraße und im Mühlensteig (Kücknitz). In beiden Fällen sei nur die Elektrik beschädigt worden. „Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen“, hieß es bei der Feuerwehr.

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Die Polizei sperrt rund um das Zentrum von Timmendorfer Strand diverse Strassen wegen Überschwemmung.

In Timmendorf und Scharbeutz kämpften viele Autofahrer auf überfluteten Straßen mit den Wassermassen. Starkregen hatte gestern ab 17.30 Uhr auch Keller und Tiefgaragen geflutet. Im „Bayside“-Hotel in Scharbeutz waren Fahrstuhlschächte mit Wasser vollgelaufen.

Die Feuerwehr Timmendorf hatte bis 21 Uhr 52 Einsätze abzuarbeiten. Seit 18 Uhr kämpften die Helfer mit den Wassermassen. „Wir haben noch 20 nicht abgearbeitet“, erklärte Feuerwehrsprecher Dirk Scharbau gegen 21 Uhr. Die Feuerwehrmänner und -frauen arbeiteten im Akkord. Betroffen von den Überflutungen war unter anderem die Tiefgarage des Maritim-Seehotels, in der das Wasser etwa 20 Zentimeter hoch stand. Zudem waren die Bergstraße und die Erlenbruchstraße überflutet und mussten von der Polizei gesperrt werden. In der Wurstfabrik Brandenburg drohte die Ammoniak-Anlage mit Wasser voll zu laufen. Die Feuerwehr verhinderte das durch ein schnelles Abpumpen des Wassers.

Immer wieder hieß es Keller lenzen, Tiefgaragen und Aufzugsschächte auspumpen, umgestürzte Bäume beseitigen und auch ein Dieselunfall in Haffkrug musste abgearbeitet werden. Auch die Wehren aus Scharbeutz und Ratekau waren gestern Abend seit 17.30 Uhr im Dauereinsatz. „Wir hatten bis jetzt etwa 30 Einsätze“, sagte Sebastian Levgrün gegen 20 Uhr. Der Ortswehrführer hatte alle Hände voll zu tun, die Einsätze seiner Kollegen zu koordinieren. Bäume waren umgekippt, viele Keller vollgelaufen und einige Straßen überflutet.

Den größten Einsatz hatte die Feuerwehr im Hotel „Bayside“ in Scharbeutz. In der Anlage waren Fahrstuhlschächte vollgelaufen, in denen sich auch die Notstromaggregate befinden. Die Scharbeutzer Feuerwehrmänner bemühten sich nach Kräften, das Wasser abzupumpen. Unterstützung hatten sie von der Feuerwehr Haffkrug.

Im Bad Segeberg wurde die Premiere der Karl May Festspiele abgebrochen.

Großeinsatz auch für die Wehren in Eutin. Einsatzschwerpunkt war laut Gemeindewehrführer Heino Kreutzfeldt das Charlottenviertel der Stadt. Auf dem Gelände der Rettberg-Kaserne war die Situation besonders heikel. Nur mit großer Mühe konnte die Feuerwehr verhindern, dass das Wasser in die Hallen läuft und die Millionen teure Technik zerstört. "Den Fahrsimulator konnten wir gerade noch so in Sicherheit bringen", so Kreutzfeldt. 45 Feuerwehrleute und 17 Mann vom THW waren im Einsatz, dazu insgesamt 13 Fahrzeuge und 14 Pumpen. Von 18 bis 22 Uhr rückten die Eutiner Wehren zu 19 Einsätzen aus.

In den drei Kreisen Stormarn, Ostholstein und dem Kreis Herzogtum Lauenburg hat die Leitstelle Süd bis 23 Uhr zu insgesamt 182 Wettereinsätzen alarmiert. Im Vergleich glimpflich dagegen traf es die Wehren in Stormarn und dem Kreis Herzogtum Lauenburg. Hier waren vor allem die FF Ahrensburg, FF Trittau, FF Bad Oldesloe, FF Glinde, FF Großhansdorf und FF Sandesneben bei Unwettereinsätzen unterwegs.

tc/sas/jhw

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