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Lübeck Urlaubsgefühle entlang der Trave
Lokales Lübeck Urlaubsgefühle entlang der Trave
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20:38 14.08.2017
Christoph Bauer (32, l.) und Martin Krauss (33) haben mit „Betty Fjord“ am neuen Yachthafen bei den Media Docks festgemacht. Quelle: Foto: Cosima Künzel, Niki Künzel (1)

Eine Bootstour an der Westseite der Altstadt entlang weckt Urlaubsgefühle. Hier gibt es Luxusyachten, Flaniermeilen, Palmen und viele nette Begegnungen. Von der Hubbrücke bis zum Malerwinkel wird es immer romantischer. Es sind drei Kilometer zum Genießen, sowohl für Einheimische als auch für Touristen.

Ein neuer Yachthafen, Oldtimerschiffe, Altstadthäuser und Cafés prägen die westliche Wasserseite.

Beliebtes Viertel

Die Straße An der Obertrave ist etwa 700 Meter lang und befindet sich im Südwesten der Altstadtinsel. Sie verläuft als Uferstraße entlang der Trave und ist nicht nur als Lübecks Flaniermeile (eröffnet 2007) mit Cafés, Restaurants und schönen Wasserblicken beliebt. Der Straßenzug präsentiert auch ein weitgehend geschlossenes Bild historischer Bebauung.

COSI PADDELT

Mit der Tour An der Unter- und der Obertrave geht die Paddel-Serie zu Ende.

Martin Krauss (33) ist jemand dazwischen. Er kommt zwar aus der Nähe von Stuttgart, ist also weit angereist, aber seine Segelyacht „Betty Fjord“ hat ihren Heimathafen auf der Herreninsel. Der Norden ist also ein zweites Zuhause. Für seinen Urlaub auf der Ostsee hat er zweieinhalb Wochen eingeplant und teilt sich das Boot als „Eignergemeinschaft“ mit zwei Freunden. „Insgesamt habe ich sechs Wochen frei“, sagt er im neuen Yachthafen an den Media Docks, „das ist das Gute am Lehrerdasein.“

Bevor er sein „Camping auf dem Wasser“ beginnt, hat er „den Motor auf Vordermann gebracht“. Die Lübeck-Tour ist sozusagen die Test-Fahrt, bevor es richtig losgeht. Gut gelegen kommt ihm die Anlegemöglichkeit an den Media Docks. „The Newport Marina & Restaurant“ ist neu und gut besucht. Zwischen den großen Luxusyachten wirkt „Betty Fjord“ romantisch und bescheiden. Mit an Bord ist Kumpel Christoph Bauer und beide sind gespannt auf ihren Segeltörn. „Für mich ist das Segeln ein Gefühl von Freiheit und Frieden“, sagt Krauss, „da lässt man Sorgen hinter sich.“

Für Sven „Schubi“ Schubert ist der Urlaub noch in Ferne. „Ich mache immer erst frei, wenn die Festival- und Konzertsaison pausiert“, sagt der Lichttechniker, der auf der Ponton-Wasserbühne des Ducksteinfestivals zehn Tage lang für die perfekte Beleuchtung zuständig war. Am Traveufer ist der Hamburger dabei ein Urgestein, denn er macht den Job seit 19 Jahren. Von Lübeck geht es für den 44-jährigen Hamburger weiter zu Aufträgen in Kiel, Binz auf Rügen und durch das ganze Land. Wenn er im Winter dann Urlaub hat, geht „Schubi“ Angeln, Kitesurfen oder Drachenfliegen. „So mache ich Pause von den vielen Leuten, Konzerten und Musik. Dann brauche ich viel Natur.“

Bernhard und Erika Knees (beide 78) haben sich an diesem Tag für ein Stadtprogramm entschieden. Das Ehepaar aus Travemünde sitzt an der Obertrave und schaut übers Wasser zu den Salzspeichern hinüber.

Die Promenade mit Blick auf die historischen Lagerhäuser neben dem Holstentor gehört zu ihren Lieblingsplätzen am Wasser. „Wir finden Lübeck so herrlich“, sagt die Seniorin nach ihrem Besuch in St. Marien. Laut Gemeinde kommen vor allem in den Sommermonaten jeden Tag Menschen aus aller Welt in die Marienkirche, um den Raum auf sich wirken zu lassen und sich die sakrale Kunst anzusehen.

Diesen Besuchern, von denen die meisten nicht zum sonntäglichen Gottesdienst in die Marienkirche kommen, wird in den Monaten Mai bis Oktober und in der Adventszeit, um 12.05 Uhr, das Wort zum Alltag angeboten: eine zehnminütige Andacht mit Orgelmusik und einer Ansprache zu einem Thema aus dem Alltag. Ehepaar Knees hat es genossen und sich danach ein Stück Marzipantorte bei Niederegger gegönnt.

Zum Abschied wünschen sie gutes Weiterpaddeln und winken herzlich.

Stefan Gutewort ist in Lübeck, um seine Tochter Laura zu besuchen. Er sitzt in einem Kajak und paddelt mit ihr Richtung Malerwinkel. Die junge Frau hat die Boote vom Hochschulsport ausgeliehen und möchte ihrem Vater auf diesem Weg ihre Studienstadt zeigen. „Es ist wirklich schön“, sagt dieser mit Blick auf Palmen im Topf, grüne Uferstreifen und charmante Altstadthäuser. Eine Postkartenidylle.

Mittendrin sitzt Jana Oldenburg (29). Sie wohnt in der Nähe das Hauptbahnhofs und setzt sich bei schönem Wetter gerne an der Obertrave auf den Rasen. Mit Decke und Buch verbringt sie den Nachmittag dort, während die Paddeltour in der Nähe des Lübecker Ruder-Klubs zu Ende geht.

Cosima Künzel

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