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Lokales Lübeck Verdi Lübeck-Ostholstein mit neuer Chefin
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21:16 09.09.2016

Wechsel an der Spitze der Lübecker Dienstleistungsgewerkschaft Verdi: Berith Jordan ist seit 1. August Bezirksgeschäftsführerin für Lübeck und Ostholstein. Die 59-jährige Diplom-Sozialökonomin ist verantwortlich für rund 16000 Verdi-Mitglieder. Als eine der größten Herausforderungen bezeichnet die altgediente Funktionärin „die leicht negative Mitgliederentwicklung umzudrehen“.

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Berith Jordan hat Jörg Wilczek als Bezirksgeschäftsführer abgelöst – Verantwortung für 16000 Mitglieder.

Verdi fehle die Generation der 30- bis 40-Jährigen, erklärt Jordan, „und wir wollen auch mehr junge Menschen für die Gewerkschaft begeistern“. Dazu gehen die Gewerkschafter verstärkt auf die Straße – im Juni wurde in der Breiten Straße geworben, jetzt am Universitätsklinikum. Große Aktionen wie der Kampf um die Besserstellung der Sozial- und Erziehungsberufe spült Verdi neue Mitglieder zu.

Jordan: „Bei den Erzieherinnen entwickelt sich der Mitgliederbestand positiv.“

Jordan kam in Buchholz in der Nordheide zur Welt, baute auf dem zweiten Bildungsweg ihr Fachabitur, studierte an der Hochschule für Wirtschaft und Politik in Hamburg und verdiente über zehn Jahre als Sozialarbeiterin in Lüneburg ihr Geld. Dann studierte sie neben dem Beruf Sozialökonomie. Seit über 40 Jahren engagiert sie sich in der Gewerkschaft. Für die damalige ÖTV ging sie nach der Wende für ein halbes Jahr nach Rostock, um Gewerkschaftsstrukturen aufzubauen. Dann wurde sie gefragt, ob sie nicht hauptamtliche Funktionärin werden wollte. Diese Laufbahn startete in Schwerin und führte Mitte der 1990er Jahre nach Lübeck. 2002 wechselte Jordan aus dem Sozialbereich in den Fachbereich Ver- und Entsorgung. Von 2007 bis 2016 war sie Landesfachbereichsleiterin Ver- und Entsorgung bei Verdi.

Über 40 Tarifverhandlungen hat Jordan geführt. In ihrem Bezirk stehen jetzt Haustarifverhandlungen bei Asklepios in Bad Schwartau sowie der Sanierungstarif für den Lübecker Hafen an. „Es gibt im Hafen eine Interessenkollision“, räumt Jordan ein, „die Kunst besteht darin, zu einem fairen Ausgleich zu kommen.“ Vom Bürgermeister und der Politik hätte sie sich ein Signal gewünscht, „dass die Stadt Geld in die Hand nimmt, um den Konflikt zu befrieden“. dor

LN

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