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Lübeck Verkaufsoffener Sonntag in der Innenstadt: "Eher ruhig"
Lokales Lübeck Verkaufsoffener Sonntag in der Innenstadt: "Eher ruhig"
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21:40 05.11.2017
Quelle: Wolfgang Maxwitat
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Lübeck

Es braucht nicht viele Kunden, damit es im Candy-Shop voll ist. In dem winzigen Geschäft an der Pfaffenstraße verkauft Nicole Johannesson Süßigkeiten, vor allem alle erdenklichen Sorten Lakritz. Sie ist die Inhaberin des Familienbetriebs. "Es lohnt sich für uns immer, wir brauchen jede Mark", sagt sie. "Und es ist ja auch eine Werbung, wenn wir sonntags auf haben." 

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Aber sie hat schon bessere verkaufsoffene Sonntage erlebt. Sie sieht die Ursache vor allem im Wetter. "Ich sage mal: Es ist Citti-Park-Wetter", sagt sie. Und fängt gleich an zu klagen über die wenigen, teuren Parkplätze in der Innenstadt. Sie war nicht wählen -- weil sie in Stockelsdorf wohnt. "Aber es wird Zeit, dass ein neuer Bürgermeister kommt", sagt sie. "Das müsste mal alles neu besetzt werden."

In der Hüxstraße ist mäßiger Betrieb. "Sonst ist es um 13 Uhr schon so, dass Leute draußen warten, dass die Geschäfte endlich aufmachen", sagt Anne Schock (50), die im Modegeschäft "Romeo & Julia Outlet" Kleidung verkauft. Das sei heute nicht so, es sei schließlich auch keine Urlaubssaison mehr.

"Wenn schlechtes Wetter ist, und wir haben Urlaubsgäste, dann sind die froh, dass sie shoppen gehen können." Auch sie war heute nicht wählen -- weil auch sie außerhalb wohnt, in Herrnburg. Trotzdem verfolgt sie die Lübecker Verkehrspolitik, vor allem wegen der Staus, unter denen auch sie leidet.

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Bei Yvonne Wittfot (37), Verkäuferin im Hutgeschäft "My Hats for Men", ist bis 14.30 Uhr noch gar kein Kunde vorbeigekommen.

"Der letzte verkaufsoffene Sonntag war super", sagt sie. Sie bleibt entspannt: "Kann ja noch werden." Und wenn nicht -- in der Adventszeit werde das Geschäft auf jeden Fall wieder anziehen. "Wir können uns nicht beschweren. Es geht stetig bergauf. Im Winter sind viele Skandinavier hier." Sie hat auch nichts dagegen, heute zu arbeiten. "Aber was ich schlimm finde: Wenn ich lese, dass Geschäfte am Sonntag, 24. Dezember, aufmachen wollen. Das ist eine Nummer zu viel. Das sei den Kolleginnen doch mal gegönnt, dass sie frei haben."

Yvonne Wittfot war am Vormittag wählen. "Ich bin danach gegangen, wer mir am besten gefiel."

Von Hanno Kabel  und Wolfgang Maxwitat (Fotos)

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