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Lübeck Verkaufsstart: Großer Ansturm auf den nordischen Film
Lokales Lübeck Verkaufsstart: Großer Ansturm auf den nordischen Film
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11:14 30.10.2012
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Lübeck

Zufrieden blickt Ute Hausmann auf ihren dicken Stapel Kinokarten. Das lange Anstehen hat sich für sie gelohnt. 76 Tickets hat sie für sich und acht Freunde erstanden. „Ich bin zum elften Mal bei den Filmfestspielen“, erzählt die Kölnerin, die sich für fünf Tage mit Freunden aus Berlin, Hamburg und Preetz in der Hansestadt trifft. „Wir haben zwei kleine Altstadthäuschen gemietet, gehen zur Filmparty und lecker essen“, sagt die Cineastin. Die Nordischen Filmtage, die morgen beginnen, kurbeln den Tourismus an.

In der obligatorischen Schlange vor dem Filmpalast Stadthalle, die sich am Sonntag zum Verkaufsstart bildet und vom Kino bis zum Kiosk an der Mühlentorbrücke reicht, kennt man sich. „Wir treffen immer dieselben Leute“, erzählt Gero Steimann, „und dann führen wir nette Gespräche.“ Der Lübecker, der seit 8.45 Uhr eingereiht ist, hat sich gut vorbereitet: Ein dicker Wollpullover, Schal und feste Stiefel mit Lammfell schützten gegen die Kälte. Manche haben sogar Stühle dabei, andere vertreiben sich die Wartezeit mit Lektüre. „Gemütlich und lustig ist es in der Schlange“, sagt Bernd Mutzeck, der seit halb zehn Uhr wartet und acht Filme sehen will. Seit ein paar Jahren stellt sich der 62-jährige Reinfelder zum Verkaufsstart in die Warteschlange. Er würde auch per Internet bestellen, kritisiert aber das Verfahren als nicht mehr zeitgemäß. Mutzeck: „Wenn ich acht Karten kaufen will, muss ich acht Mal meine Daten eingeben.“

29 000 Tickets gehen nach Angaben der Nordischen Filmtage in den Verkauf. 15 Mitarbeiter des Filmpalasts stemmen am ersten Verkaufstag den Andrang. Am Bargeld-Schalter blättert Brigitte Söllner-Krüger ihre Euros auf den Tresen. Mehr als zwei Stunden hat die Lehrerin für „Love ist all you need“ angestanden. Seit zehn Jahren stellt sich die Bliestorferin in die Schlange. „Letztes Jahr habe ich so gefroren“, erinnert sich Söllner-Krüger, diesmal ist sie mit Skihose und Winterbekleidung gut gerüstet. „Die Wartezeit wurde uns mit Marzipanherzen versüßt“, erzählt die 59-Jährige. Wie jedes Jahr sind Mitglieder des Freundeskreises der Filmtage mit den kleinen Süßigkeiten unterwegs.

Die Preiserhöhung, die die Bürgerschaft im August beschloss, hat den Nordischen Filmtagen nicht geschadet – wenn man die Schlange vom Kiosk bis zum Kino als Maßstab nimmt. Sieben Euro kostet die Karte in den Randzeiten – einen Euro mehr als bisher. Die Tickets zur besten Sendezeit wurden sogar zwei Euro teurer. „Alles wird teurer“, sagt Sprecherin Silke Lehmann, „und die meisten Tickets werden für die Randzeiten gekauft.“ Die letzte Preiserhöhung für das allgemeine Publikum stammt von 2004. Die Eintrittspreise für Fachpublikum und Journalisten wurden zuletzt 2008 angepasst.

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