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Lübeck Verletztes Wildschwein greift Stadtjäger an
Lokales Lübeck Verletztes Wildschwein greift Stadtjäger an
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11:10 14.03.2016
Quelle: dpa
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Lübeck

Im Rahmen einer Nachsuche begab sich der 42-jährige Stadtjäger gegen 6 Uhr morgens auf die Suche nach einem vermutlich verletzten Keiler. Er fand ihn im Schilf am Rande eines Teiches in einem großen Privatgarten liegend.

Als der Mann sich näherte, sprang der Keiler unerwartet auf, griff ihn an und brachte den erfahrenen Jäger zu Fall. Wie der 42-Jährige berichtet, versuchte das Tier in einem lange andauernden Kampf immer wieder zu beißen. Der Jäger verlor sowohl sein Gewehr, als auch sein Messer.

„Nur meinem Hund ist es zu verdanken, dass das Wildschwein mir keine größeren Verletzungen zugetragen hat“, erzählt der Stadtjäger nach dem Vorfall. Schließlich sei es ihm gelungen, den Keiler an den Ohren zu packen, gemeinsam mit seinem ausgebildeten Jagdhund hätte er das Tier am Boden halten und nach etwa 45 Minuten die Polizei alarmieren können.

Kurz vor 7 Uhr trafen zwei Beamte im Erlenkamp ein, das Bellen des Hundes führte sie rasch zum Ort des Geschehens. Dort angekommen blieb den Polizisten nichts anderes übrig, als das Wildschwein zu töten. Der Jäger wurde bei dem Kampf nur leicht verletzt, ärztliche Hilfe musste nicht erfolgen.

„Ich möchte mich für die schnelle Hilfe bedanken“, so der Stadtjäger. Der Mann ist sich sicher: „Ohne den raschen Einsatz hätte das ganz anders ausgehen können. In diesem Zusammenhang möchte er insbesondere Spaziergänger mit Hunden noch einmal zur Vorsicht aufrufen: gerade jetzt, wo die Bachen ihre Frischlinge hätten, seien sie oft unberechenbar.

Luisa Jacobsen

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