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Lübeck VfB im DFB-Pokal gegen St. Pauli
Lokales Lübeck VfB im DFB-Pokal gegen St. Pauli
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11:54 20.06.2016
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Lübeck

Spät am Abend, Uwe Seeler Fußball Park in Malente. Fast Mitternacht war’s, als in der Sportschule in der ARD-Sendung „Beckmanns Sportschule“ die erste Runde im DFB-Pokal ausgelost wurde. Der VfB Lübeck hatte auf einen Kracher, auf Bayern München, Borussia Dortmund oder Schalke 04, gehofft. Aber meckern müssen die Grün-Weißen auch nicht: Glücksfee Caroline Siems, U17-Europameisterin von Turbine Potsdam, zog Zweitligist FC St. Pauli. Gespielt wird im Zeitraum 19. bis 22. August.

Erstmals meldete sich Moderator Reinhold Beckmann um 23.16 Uhr aus der Sportschule. „Ein Festtag. Alle Bürger aus Malente sind da“, sagte Beckmann. Ein großes Hallo der Gäste. Um 23.33 Uhr begann die Sendung. Über den roten Teppich liefen der neue DFB-Präsident Dr. Reinhard Grindel und Ehrenspielführer Uwe Seeler.

23.44 Uhr, endlich ging’s los. Dortmund war schnell raus, Trier bekam den Vize-Meister. Vier Minuten nach Mitternacht war auch der Hamburger SV vergeben – nach Zwickau. Danach wurde es auch nichts mit Schalke als VfB-Gegner – Sechstligist Villingen bekam die Königsblauen zugelost. Um 0.07 Uhr war der VfB Lübeck dran – und zog die Kiez-Kicker aus Hamburg.

„Die haben zuletzt sechs Dinger von uns bekommen“, sagte Mittelfeldspieler Marcello Meyer. „Ich will mich jetzt nicht so weit aus dem Fenster lehnen. Ich freue mich auf eine volle Hütte.“ 6:0 hieß es im dritten Spiel in der Zweitliga-Saison 2002/03 auf der Lohmühle – der VfB war damals sensationell Spitzenreiter.

Geschäftsstellenleiter Florian Möller war voll zufrieden: „Ein gutes Los. Das wird ein attraktives Spiel. Wir freuen uns. Denn wir sollten nicht vergessen, dass wir vor gut drei Jahren weit weg waren vom großen Fußball.“

Abwehrspieler Henrik Sirmais sagte: „Wir freuen uns riesig. So ein Derby hat es lange Zeit nicht gegeben. St. Pauli war einer meiner Top 5 Klubs bei der Auslosung.“ Mittelfeldspieler Maurice Maletzki glaubt, „dass gegen Pauli einiges los sein wird auf der Lohmühle“.

Der VfB war mit 13 Personen live vor Ort. Mit den Vorstandsmitgliedern Florian Möller und Andreas Popien, mit Marketing-Mitarbeiter Sven Theißen, den Spielern Henrik Sirmais, Marcello Meyer und Maurice Maletzki, dazu die Geschäftsstellen-Angestellte Annette Stonies und einige Sponsoren. Auch Mitglieder der Klubs FC Homburg, SV Babelsberg, FC Walldorf, Bremer SV, SV Drochtersen/Assel und Eintracht Norderstedt mit Trainer Thomas Seeliger waren vertreten.

Die letzten Auftritte des VfB im DFB-Pokal waren allerdings nicht besonders erfolgreich.

2015/16: Bundesliga-Absteiger SC Paderborn kam. Der VfB führte durch Richter 1:0 zur Pause. Überraschung? Nein, denn innerhalb von sechs Minuten hatten die Ostwestfalen das Ergebnis gedreht.
2012/13: Eintracht Braunschweig hieß der Gegner. Die Grün-Weißen hatten sich Chancen ausgerechnet. Doch es wurde kein Pokal-Fight seitens des VfB, eher ein müder Kick. Das Ergebnis – 0:3.
2010/11: Wieder ein Zweitligist, MSV Duisburg. Wieder nichts. 0:2 nach einem Eigentor von Marheineke und einen Last-Minute-Treffer von Schäffler. Gegen Duisburg musste der VfB im Pokal viermal ran – und scheiterte viermal.

Einmal stand der VfB dicht vor dem Einzug ins Finale in Berlin. 10 000 Anhänger begleiteten den VfB zum Halbfinale nach Bremen. Zweimal gingen die Lübecker in Führung – durch Eigentor von Krstajic und in der Verlängerung durch Zandi. Aber Werder drehte die Partie noch durch Ailton und Valdez. 2:3 nach Verlängerung.

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