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Lübeck Viel Arbeit in Silvesternacht für Polizei und Feuerwehr im Norden
Lokales Lübeck Viel Arbeit in Silvesternacht für Polizei und Feuerwehr im Norden
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18:21 01.01.2013
Die meisten Einsätze der Feuerwehren kamen durch brennende Dachstühle (wie hier in Mollhagen, Kreis Stormarn) oder in Flammen stehende Hecken oder Container zustande. Quelle: jeb
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In Neustadt in Holstein brannte es aus noch ungeklärter Ursache im Personalwohnheim einer psychiatrischen Klinik. Die Feuerwehr brachte mehr als 20 Menschen in Sicherheit, eine Person sei über eine Leiter aus dem Gebäude gerettet worden, sagte Kreiswehrführer Ralf Thomsen. Die Flammen konnten schnell gelöscht werden, Menschen kamen nicht zu Schaden.

In Lübeck kam ein Mercedes in der Silvesternacht von der Straße ab, überschlug sich und schlitterte etwa 80 Meter auf dem Dach. Ein Insasse musste von Rettungskräften behandelt werden, der andere wurde etwa 300 Meter weiter gestellt und leistete erheblichen Widerstand.

Außerdem kam es in Lübeck zu einigen kleineren Bränden, vor allem von Müll- und Altkleider-Containern. Beim Stadion des VfB Lübeck brannte bereits am Montag um 13 Uhr eine Würstchenbude - Ursache scheint hier aber kein Knallkörper, sondern ein defekter Kühlschrank gewesen zu sein.

In den Kreisen Stormarn und Herzogtum Lauenburg hatten Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienste eine normale Silvesternacht zu bewältigen. Unter anderem kam es zu mehreren Dachstuhlbränden, einer Schlägerei und mehreren Verletzungen mit Feuerwerkskörpern.

In Wismar attackierte ein 14-jähriges Mädchen die Polizeibeamten. Die Beamten seien von einem Zeugen alarmiert worden, demzufolge ein 27 Jahre alter Mann dem Mädchen ins Gesicht geschlagen hatte, teilte die Polizei am Dienstag mit. Als die Polizisten versuchten, den Sachverhalt zu klären, habe die 14-Jährige plötzlich die Beamtin attackiert, sie mit dem Tode bedroht und versucht, sie mit Glasscherben anzugreifen.

Die Segeberger Feuerwehren waren in der Silvesternacht nur wenig gefordert. Zwischen 20 und 3.30 Uhr verzeichnete die Rettungsleitstelle Holstein 18 Einsätze, unter anderem wegen Containerbränden und brennenden Hecken. Die Polizei im Kreis bewältigte vor Mitternacht 32 Einsätze. Erst danach wurde auch hier sehr deutlich, dass es die Nacht des Jahreswechsels war, denn am Morgen lag die registrierte Gesamtzahl bei 137 Einsätzen. Diese Belastung kann im Vergleich zu einer durchschnittlichen anderen Samstagnacht sogar eine Verdreifachung bedeuten, teilten die Beamten am Dienstag mit.

Eine ruhige Silvesternacht erlebte die Insel Fehmarn. Am Südstrand gab es eine fröhliche Party mit DJ, Feuerschlucker und einem etwa 20-minütigem Feuerwerk als Höhepunkt.

In Kiel musste die Polizei 189 Mal ausrücken, vor einem Jahr waren es noch 215 Einsätze gewesen. In 17 Fällen nahmen die Beamten Anzeigen wegen Körperverletzung auf, 14 Mal unterstützten sie die Feuerwehr bei Bränden.

In Rellingen (Kreis Pinneberg) hat ein Großfeuer ein Reetdachhaus zerstört. Der Sachschaden werde auf 500 000 Euro geschätzt, teilte die Polizei am Dienstag mit. Menschen wurden nicht verletzt. Alle Bewohner hätten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen können. Die Kriminalpolizei hat Hinweise darauf, dass ein Feuerwerkskörper den Brand ausgelöst haben könnte.

Ein Sprecher der Leitstelle Nord in Harrislee bei Flensburg sagte, das regnerische Wetter sei „polizeifreundlich“ gewesen. „Das hat einige abgekühlt.“ In Flensburg stürzte ein alkoholisierter Mann ins Hafenbecken. Er wurde gerettet und in ein Krankenhaus gebracht.

Von Seiten der Feuerwehren sprach man von einer eher ruhigen Silvesternacht mit landesweit circa 200 Feuerwehreinsätzen, davon überwiegend Kleinbränden. Das Einsatzgeschehen war sogar etwas geringer als in den Vorjahren stellte der Pressesprecher des Landesfeuerwehrverbandes Peter Schütt fest.

LN

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Nichts gegen Carlo, aber dieser Gisbert ist der genialste

dritte Mann aller Zeiten.

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