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Lübeck Viel Rückenwind für die MuK
Lokales Lübeck Viel Rückenwind für die MuK
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20:20 15.01.2016

ohne seine MuK: Dies ist für die Präsidenten der Lübecker Universität, der Fachhochschule und der Musikhochschule unvorstellbar. Ihr klares Bekenntnis zur Musik- und Kongresshalle, die für 22,3 Millionen Euro saniert werden muss, klingt fast wie eine Liebeserklärung. Auch Vertreter der Wirtschaft, des Gastgewerbes und des Tourismus sind sich einig, dass eine Schließung der MuK aus Kostengründen nicht zugelassen werden darf. Ein breites Bündnis stellt sich schützend vor das Haus.

„Die MuK ist das Aushängeschild der Kultur- und Wissenschaftsstadt Lübeck“, stellt Prof. Dr. Hendrik Lehnert, Präsident der Lübecker Universität, klar. Für die Uni sei das Veranstaltungshaus ein „idealer Standort zahlreicher hochrangiger Tagungen. Und sie trägt mit der jährlichen Auszeichnung des Lübecker Kongressbotschafters national wie international wesentlich zur Sichtbarkeit und Ausstrahlung des Wissenschaftsstandortes bei.“ Die MuK sei unverzichtbar und müsse so bald wie möglich wieder in vollem Umfang zur Verfügung stehen.

Prof. Rico Gubler, Präsident der Musikhochschule Lübeck, gibt der MuK ebenfalls volle Rückendeckung: „Für eine lebendige Kulturszene ist ein in Bezug auf Akustik und Größe sowie Infrastruktur adäquater Konzertsaal von äußerster Wichtigkeit.“ Die deutsche Kulturlandschaft werde maßgeblich von der Orchesterkultur geprägt. Die MuK sei für die Musikszene und alle Musikformen ein zentraler Ort für größere Veranstaltungen.

Klartext spricht auch Dr. Muriel Kim Helbig, Präsidentin der Fachhochschule Lübeck: „Wenn wir ehrlich sind, gibt es zur Sanierung gar keine Alternative. Ein Verlust der MuK würde Lübeck empfindlich treffen.“

Auch für Jens Musche, Vorsitzender des Hotel- und Gaststättenverbandes Lübeck (Dehoga), ist klar: „Die MuK muss saniert werden — ohne Wenn und Aber.“ Musche erhebt schwere Vorwürfe im Zusammenhang mit der Diskussion über die Zukunft des Hauses: „Was in Lübeck politisch abgeht, ist ein Desaster.“ Der Dehoga-Vorsitzende spricht von einem „großen politischen Fehler, dass die MuK nicht privatisiert worden ist“.

Ilona Jarabek, Geschäftsführerin der MuK, betont: „In schwierigen Zeiten ist es kein Luxus, Kultur zu fördern“. Gerade jetzt sei es besonders wichtig, Orte des gemeinsamen Erlebens zu haben. Jarabek:

„Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Ich bin ganz zuversichtlich.“

Christian Martin Lukas, Geschäftsführer der Lübeck und Travemünde Marketing GmbH, mahnt: „Die MuK ist in vielerlei Hinsicht von großer Bedeutung für die Hansestadt. Sie dient den Bürgern zur Identifikation mit ihrer Stadt und der Kultur, sie ist unverzichtbar für den Kongressstandort Lübeck — und sie stellt insbesondere im Tagestourismus einen wichtigen Besuchsanlass dar.“

Auch die Lübecker Industrie- und Handelskammer legt ein „eindeutiges Bekenntnis“ zur MuK ab. IHK-Präses Friederike C Kühn: „Für den Kongressstandort Lübeck ist sie von großer infrastruktureller Bedeutung.“

• Die LN und die MuK haben eine Online-Petition zum Erhalt der MuK gestartet. Auf der Webseite können Sie mit Ihren Adressdaten unterzeichnen — die gesammelten Stimmen werden dann der Lübecker Lokalpolitik übergeben (www.Luebeck-liebt-MuK.de).

Torsten Teichmann

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