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Lübeck Viele Ideen für die Promenade
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20:39 07.04.2017
Die Travepromenade wird neu gestaltet: Im Bereich von Imbiss Fisch Paul (Mitte) und Wasserschutzpolizei (rechts) sollen die Traveterrassen entstehen. Auf den großen Stufen können Besucher auch sitzen. Quelle: Fotos: Neelsen, Dresing (2)

Die neue Travepromenade nimmt langsam Form an. Nun konnten sich die Travemünder Bürger in den Entstehungsprozess einbringen. Rund 50 kamen dafür ins Gesellschaftshaus. Am Ende, nach zweieinhalb Stunden, wurde deutlich: Sie freuen sich auf ihre neue Promenade.

Landschaftsarchitekt Andreas Werning plant die Neugestaltung.
Frank Simoneit von der FH Westküste hat den Abend moderiert.

Hitzig wurde es nur beim Hochwasserschutz. Denn derzeit ist nicht geplant, die Promenade zusätzlich zu schützen. „Sonst geht der direkte Kontakt mit dem Wasser verloren. Der ist in Travemünde einmalig“, sagte Andreas Werning vom Planungsbüro BWW. Viele Anwohner reagierten mit Unverständnis. Die Architekten planen jedoch an der Trelleborgallee eine Sitzmauer zum Schutz. Zudem werden die Gebäude höher gebaut.

Architekten und Stadtplaner haben bereits ein Grundkonzept zur Neugestaltung erarbeitet. So soll vor der Yachtclub-Wiese das Travedeck entstehen. „Wie die Hamburger Landungsbrücken nur in klein“, sagte Werning. Im Bereich der Wasserschutzpolizei wird mit Stufen die Traveterrasse gebaut. Der angrenzende Fährplatz soll zu einem Marktplatz werden. Und im Bereich des Lotsenturms wird die Promenade durch das Norderdeck in Richtung Trave verbreitert. Werning: „Diese Seebrücke dient dann als Aussichtsbalkon.“

Im nächsten Planungsschritt haben Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Tourismus und Vereinen an einem Workshop teilgenommen. Hier wurden Ideen für den Feinschliff entwickelt: So soll das maritime Ambiente und der raue Charme sowie die Breite erhalten bleiben, die Aufenthaltsqualität erhöht werden.

Nun wurden also die Bürger gehört. „Wir wollen das nicht im stillen Kämmerlein planen“, so Wirtschaftssenator Sven Schindler (SPD). Travemündes Kurdirektor Uwe Kirchhoff ermutigte die Teilnehmer, ihren Ideen freien Lauf zu lassen. Und das taten sie: Die Sauberkeit könnte mit sprechenden Mülleimern verbessert, für Kinder ein schwimmender Spielplatz errichtet werden. Um den maritimen Charakter der Promenade zu betonen, wurden Infotafeln und eine Wetterstation vorgeschlagen. Gezeiten, Wind und Wetter würden so erlebbar. Zudem soll der Leuchtturm besser ins Konzept eingebunden werden. Viel Applaus bekam der Vorschlag, die Personenfähre zum Priwall wieder kostenfrei nutzen zu können. Noch bis Ostern können die Travemünder ihre Ideen beim Kurbetrieb einreichen. Die Travepromenade sei das Kernelement für die Infrastruktur des Seebads, sagte LTM-Chef Christian Martin Lukas. „Die Infrastrukturplanung ist wichtig bei der Wachstumssteigerung.“ Laut Lukas möchte Travemünde in Zukunft auf zwei Millionen Übernachtungen im Jahr kommen. Derzeit sind es 700000. Frank Simoneit, Moderator des Abends, sagte, Travemünde habe ideale Voraussetzungen, dieses Ziel zu erreichen. Ab nächster Woche sind die Pläne auf www.komm-staunen.de zu sehen.

Jan Dresing

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