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Lübeck Von Freiheit, Kunst und Erfolg
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20:36 26.09.2017
Kleine Plauderei über die Aktion Kunstbetriebe (v. l.): Lars Schöning, Hartmut Richter und Hans Wißkirchen.
St. Lorenz Nord

An festlich eingedeckten Tischen sitzend, bestens kulinarisch betreut vom Team des „Kochwerk“ im Hotel Holiday Inn, unternahmen die Gäste aus Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur eine Reise in das Leben und Wirken der Künstlerin Ingeborg Prinzessin zu Schleswig-Holstein. Zuvor hatte FH-Präsidentin Dr. Muriel Kim Helbig die Gäste begrüßt, Uni-Präsident Prof. Hendrik Lehnert einen Überblick über die Vita der Prinzessin gegeben. Sie ist Vorsitzende der Stiftung Internat Schloss Louisenlund, die ihr Vater Friedrich zu Schleswig-Holstein mitgegründet hatte. Spannend ihre Erzählungen über ihre Zeit als Assistentin von Andy Warhol in dessen New Yorker „Factory“, ein extremer Kontrast zu ihrem ländlich-idyllischen Leben in Schleswig-Holstein. Sie ist überzeugt: „Als Künstler kann man nicht im Elfenbeinturm leben, weil man dann das echte Leben nicht kennt.“ Die Prinzessin, die sehr farbkräftig, abstrakt und großformatig malt und sehr erfolgreich ist, arbeitet stets ohne Entwurf und lässt sich selbst vom Ergebnis überraschen. Ein Stück Freiheit. Sie hält es mit Albert Einstein, der sagte: „Kunst = Mensch = Kreativität = Erfolg“. Der Umkehrschluss, auch davon ist sie überzeugt:

Auch wenn zunächst das Thema Bundestagswahl die Stimmung kurz trübte: Rund 100 Gäste genossen in der Kulturwerft Gollan den vierten Lübecker Salon, das Forum für Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur. Den Festvortrag hielt Ingeborg Prinzessin zu Schleswig-Holstein.

Ohne Freiheit und Kreativität kein Erfolg. Kunst, so die Prinzessin, „unterscheidet den Menschen vom Tier, sie rüttelt uns wach, schafft eine Verbindung zwischen dem Hier und Jetzt und dem Ewigen.“

Geschickt schlug sie den Bogen zum Internat Schloss Louisenlund, das eine ganzheitliche Erziehung biete, „eine Erziehung zu Freiheit“.

Um Kunst – hier im unmittelbaren Austausch mit der Wirtschaft – geht es auch bei der 2012 von der Lübecker Künstlerin Bettina Thierig in Zusammenarbeit mit der IHK ins Leben gerufenen Aktion „Kunstbetriebe“. Die Idee: „Künstler mit denen, die die Materialien stellen, zusammenzubringen“, erklärt Prof. Hans Wißkirchen, Direktor der Lübecker Museen. Dazu sind diverse Künstler in Betriebe gegangen und haben vor Ort im Betriebsablauf aus den vorhandenen Materialien Kunstwerke geschaffen. Was zu teilweise schönen Diskursen, zu einem Austausch mit den Beschäftigten im Betrieb geführt habe, wie Hartmut Richter von Baustoffe Richter erzählte. Mitzuhelfen, Kultur zu gestalten, sei für ihn Alt-Lübecker-Bürgerverständnis, wie Richter anlässlich einer Ausstellung der Kunstbetriebe während der Landesgartenschau in Eutin sagte. IHK-Hauptgeschäftsführer Lars Schöning kündigte an: „Wir führen derzeit noch Gespräche und sind guter Hoffnung, dass das Projekt Kunstbetriebe auch ein drittes Mal stattfinden kann.“

Von Sabine Risch

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