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Lübeck Vor Ort für bessere Integration
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21:00 28.05.2018
Projektkoordinatorin Sonja Klüver (v. l.), BundestagsabgeordneteGabriele Hiller-Ohm (SPD), der Leiter der Begegnungsstätte Haus der Kulturen, Ilhan Isözen, Bürgermeister Jan Lindenau und Bundestagsabgeordnete Claudia Schmidtke (CDU). Quelle: Foto: True
St. Gertrud

Großes kann an Kleinigkeiten scheitern. Das gilt auch für die interkulturelle Arbeit, etwa wenn Migrantenorganisationen geeignete Räume als Treffpunkt oder als Büro fehlen, flankiert von Beratung und einem Netzwerk. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) hat daher 2016 ein Förderprogramm gestartet, um diese Art der Hilfestellung für die Integrationsarbeit vor Ort zu unterstützen und gleichzeitig Erkenntnisse für die eigene Förderpraxis zu gewinnen.

Nun wurde das erste „House of Resources“ in Schleswig-Holstein in Lübeck eröffnet. Einwanderer brauchen, so der Vorsitzende der Lübecker Interkulturellen Begegnungsstätte Haus der Kulturen, Volker Schauer, „einen Ort zum Ankommen, wo man das Eigene einbringen und Neues aufnehmen kann“.

Bürgermeister Jan Lindenau (SPD) freute sich, dass es Bundesmittel auch mal unbürokratisch und unkompliziert ohne lange Antragsformulare gab. Mit dem „House of Resources“ gebe es nun niedrigschwellige Unterstützung, wo bereits Engagement vorhanden sei, um weiterhin das gute Zusammenleben in der Stadt zu fördern. Der Leiter der Begegnungsstätte Haus der Kulturen, Ilhan Isözen, betonte die Wichtigkeit interkultureller Stadtteilarbeit.

Auch die beiden Bundestagsabgeordneten Claudia Schmidtke (CDU) und Gabriele Hiller-Ohm (SPD) freuten sich über Lübeck als Standort und dankten allen Akteuren für die geleistete Arbeit. Schmidtke betonte die Bedeutung ehrenamtlichen Engagements. Viele Migranten hätten sich ihr Schicksal nicht ausgesucht, mahnte die CDU-Politikerin mehr Verständnis für die Situation von Geflüchteten an: „Mit der Flüchtlingskrise sind wir noch nicht durch.“ Gabriele Hiller-Ohm lobte, das „House of Resources“ sei auch das Ergebnis von über Jahrzehnte gewachsenen Strukturen und Netzwerken der interkulturellen Arbeit in der Hansestadt. Die SPD-Bundestagsabgeordnete sagte, sie werde sich in Berlin für eine weitergehende Förderung des Pilotprojektes einsetzen. Bisher sind Mittel bis 2019 zugesagt. Wie es danach weitergehe, sei zwar noch offen, erklärte Sonja Klüver, Projektkoordinatorin vom Haus der Kulturen. Aber bei den Vernetzungstreffen der Projektträger werde berichtet, dass das „House of Resources“ an allen Standorten gut angenommen wurde. In Lübeck nutzen es zurzeit 15 Vereine und Gruppierungen. Nähere Infos zum Gemeinschaftsbüro für Migrantenorganisationen am Meesenring 2 gibt es im Haus der Kulturen unter Telefon 0451/75532 oder per Mail an ikb@hausderkulturen.eu.

Margitta True

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