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Lübeck Vorschulkinder bilden Menschenkette um den Dom
Lokales Lübeck Vorschulkinder bilden Menschenkette um den Dom
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21:19 20.09.2013
Rund um den Dom formieren die Kinder — auch Lilly (5, l.) war dabei — eine Menschenkette. Quelle: Fotos: Neelsen

Immer wieder singen sie den Refrain, die etwa 500 Kinder auf der Domwiese. Aber ob sie ihn auch inhaltlich verstehen? Wohl nicht. „Mehr Kinderbeteiligung, mehr Kinderbeteiligung, mehr Kinderbeteiligung in der ganzen Welt!“, ist mit Bühnen-Unterstützung von Musiker Jan Keßler lautstark zu hören. Es ist Weltkindertag, und die Gemeindediakonie hat alle Lübecker Kita-Kinder im Vorschulalter zur Jubiläumsfeier im und vor dem Dom eingeladen.

„Seit nun über zehn Jahren greift die Bundesvereinigung Evangelischer Kindertagesstätten jährlich zum Weltkindertag einen Aspekt der UN-Kinderrechtskonvention auf und ruft die Einrichtungen bundesweit dazu auf, mit Aktionen am 20. September nachdrücklich darauf hinzuweisen“, erklären Franziska Schubert-Suffrian vom Kita-Landesverband und Diakoniepastor Kai Gusek. Wenn Kinder schon im frühen Lebensalter mitbestimmen dürften, bekämen sie so die Chance, Demokratie „von Anfang an“ zu erleben und schätzen zu lernen.

Erzieherin Nadya Savic ist aus St. Lorenz Nord auf die Altstadtinsel gekommen. Im Schlepptau hat sie die Vorschulkinder der Kindertagesstätte Hallandhaus. „Das ist eine tolle Aktion, und ich freue mich, dass wir dabei sein können“, merkt sie an. Für den sechsjährigen Oscar drängt sich der Wunsch auf, „den schönsten Tag der Welt“ herbeiführen zu können. Seine Kindergartenkollegin Angelika wiederum würde am liebsten einen Spielplatz nach ihren Wünschen gestalten. Und Martha sagt: „Ich möchte jeden Morgen ausschlafen.“ Das heißt wohl: Möge doch die Kita morgens erst um zehn Uhr beginnen . . .

Höhepunkt des Vormittags auf der Wiese ist der symbolische „Schulterschluss“. So bilden die Kinder zusammen mit ihren erwachsenen Begleitern eine Menschenkette um den Dom. Als sie geschlossen ist, läuten die Glocken.

Beim anschließenden Festprogramm vor der imposanten Kirchenkulisse verdeutlichen dann Oberstufenschüler der Kücknitzer Schule in fünfminütigen Spielszenen das für die kleinen Gäste schwer zu fassende Thema. „Seit sechs Wochen haben wir an der Umsetzung im Unterricht gearbeitet“, erzählt Corinna Leiton aus der Klasse „SPA 4 a“, die mit ihren 25 Mitschülern das Programm gestaltet hat. „Kinder sollen ihre Meinung sagen dürfen; sie sollen mitgestalten. Das müssen die Erwachsenen zulassen und entsprechend umsetzen“, resümiert die 19-Jährige von der Ausbildungsstelle für Ergotherapie, Erzieher und Sozialpädagogische Assistenz.

Auch Dom-Pastorin Margrit Wegner erhält im Anschluss noch eine entscheidende Rolle. Sie darf per Glücksrad auslosen, welche drei Kindertagesstätten die insgesamt sechs großen Handpuppen mitnehmen dürfen. „Ich habe mich sehr gefreut, dass wir Gastgeber sein dürfen“, sagt die Pastorin. „Und so viele Kinder waren bisher wohl noch nie zur gleichen Zeit im Dom.“

Michael Hollinde

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