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21:16 24.03.2016

Skandal! So nannten leise und ängstlich die ersten Christen die Kreuzigung Jesu. Die Empörung derer, die den Sohn Gottes gekreuzigt sahen und mit ihm ihre Hoffnungen auf eine bessere Welt, war groß.

Dieser Skandal war ohnegleichen und wirkt bis heute nach — Karfreitag erinnern wir uns daran. Vielleicht ist es gerade deshalb richtig, an diesem Tag heutige Skandale zu benennen; laut und deutlich.

Skandal, dass unsere deutsche Politik der letzten Jahrzehnte dazu beigetragen hat, dass Menschen vor Hunger und Krieg fliehen; dass die Flucht von Männern, Frauen und Kindern an Stacheldrähten endet, deren Entstehen wir zulassen; dass Einzelne ihre Intoleranz mit in unser Land bringen, das ihnen in großen Teilen Gastfreundschaft entgegenbringt; dass Politiker durch öffentliche Streitigkeiten Angst säen, statt gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

Skandale — und kein Ende in Sicht. Da sind die Nachrichten von erschöpften Ehrenamtlichen, die nicht müde werden zu helfen; da sind die Ideen von einigen Politikern, die nach Zusammenhalt und neuen Wegen suchen; da sind Menschen, die in gebrochenem Deutsch von sich erzählen, ein Quell der Hoffnung und — eine kleine Vorschau auf das leere Grab. Auch, wenn diese drei Tage länger dauern werden als damals.

LN

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