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Lübeck Wakenitzbrücke: Vorbereitungen für Runderneuerung
Lokales Lübeck Wakenitzbrücke: Vorbereitungen für Runderneuerung
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10:32 27.09.2017
Felix Kierdorf (v. l.), Andreas Langowski und Gerd Behnke entfernen – hier unmittelbar nach dem Brückenende in Richtung Marli – die Mittelstreifen, um dann zu asphaltieren.
St. Jürgen

Überall rot-weiß gestreifte Baken. Sie sperren die innenliegenden Spuren für den Verkehr, der sowohl in Richtung Marli als auch in Richtung Ratzeburger Allee einspurig – jeweils über die Außenfahrspuren – fließt. Verkehrsbehinderungen oder Staus waren gestern um die Mittagszeit nicht zu sehen. Wohl aber eine mögliche Gefahrenstelle: Wer von der Ratzeburger Allee kommend die Brückenzufahrt wählt, muss sich in den einspurig aus Richtung St.-Jürgen- Ring fließenden Verkehr einfädeln, der oft erst kurz vor den Baken von der linken auf die rechte Spur wechselt und nur schwer zu sehen ist.

Noch laufen nur die vorbereitenden Arbeiten für die Sanierung der Wakenitzbrücke, doch Mitte Oktober wird es ernst. Am Montag wurde die Baustelle eingerichtet, gestern entfernten Arbeiter einer Tiefbaufirma Teile der Mittelstreifen, um Rettungsfahrzeugen das Wenden zu ermöglichen.

Gestern waren drei Mitarbeiter der Lübecker Tiefbaufirma Arthur Prüß damit beschäftigt, an zwei Stellen die Mittelinsel zu entfernen. „Das machen wir, damit später Rettungsfahrzeuge auf der Brücke wenden können und damit bei der Sanierung der Verkehr besser umgeleitet werden kann“, sagt Vorarbeiter Gerd Behnke. Die jetzt mit Bagger und anderen Werkzeugen freigeräumten Flächen werden anschließend von den Tiefbauern asphaltiert.

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Wie der Bereich Stadtgrün und Verkehr mitteilt, werden von Mitte Oktober an zunächst die Wakenitzpfeiler der Brücke saniert. Da diese Arbeiten weitgehend unter der Brücke erfolgen, ist mit einer Verkehrsbeeinträchtigung nicht zu rechnen. Und dann wird es Schritt für Schritt komplizierter: Von Frühjahr bis Herbst 2018 wird die Mittelklappe zwischen den Richtungsfahrbahnen erneuert. In dieser Zeit wird der Verkehr einspurig an der Arbeitsstelle vorbeigeführt. Im Jahr darauf kommt eine Brückenhälfte an die Reihe – Vollsperrung in Richtung Genin, 2020 soll die andere Hälfte an der Reihe sein – mit einer Vollsperrung in Richtung Marli. Im voraussichtlich letzten Sanierungsjahr steht die Ausführung der Betoninstandsetzungsarbeiten an der sogenannten Brückenuntersicht und an den Unterbauten an, ebenso wie die Erneuerung der Entwässerungsleitungen.

Vier Jahre also, in denen die größte Lübecker Brücke, die inzwischen 50 Jahre auf dem Buckel hat, für voraussichtlich acht Millionen Euro runderneuert wird. Ein Neubau würde mit 35 bis 40 Millionen Euro deutlich teurer.

 sr

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