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Lübeck „Wandelndes Lexikon der Industriegeschichte“
Lokales Lübeck „Wandelndes Lexikon der Industriegeschichte“
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20:20 03.09.2016
Kathrin Weiher und Wolfgang Muth. Quelle: Fotos: Maxwitat, Jacob

Aufbruch und Niedergang der Industrialisierung Lübecks in einem Museum so darzustellen, dass es jedermann versteht: Das ist das Credo des Historikers Dr. Wolfgang Muth.

Nach 27 Jahren wurde der Leiter des Industriemuseums Geschichtswerkstatt Herrenwyk in den Ruhestand verabschiedet. Er werde sich künftig „oft in Frankreich herumtreiben“, sagt er. Dort lebt seine Lebensgefährtin. Mit dem Fortgang des Historikers wächst die Sorge über die Zukunft des Museums in der Kokerstraße. Er hoffe, dass es zumindest eine „halbe Verwaltungsstelle“ für einen Museumsleiter gebe und „später eine ganze Nachfolgestelle geschaffen wird“.

Kultursenatorin Kathrin Weiher war bei der Verabschiedung von Wolfgang Muth unmissverständlich: Das Industriemuseum mit seiner „ganz wunderbaren Ausstellung muss erhalten bleiben“. Denn die Lübecker Industriekultur dürfe nicht vergessen werden. Die Vorsitzende des Fördervereins, Helga Martens, unterstrich: „Wir hoffen, dass wir das weiter über die Bühne kriegen.“

Der leidenschaftliche Historiker Wolfgang Muth sei als Museumsleiter den Menschen ganz nah gewesen, wenn er ihnen die Welt erklärt habe, betonte Kathrin Weiher. Er sei frei von „wissenschaftlicher Überheblichkeit“ und ein „wandelndes Lexikon der Lübecker Industriegeschichte“.

Wolfgang Muth, von 2004 bis 2011 auch stellvertretender Leiter des Kulturforums Burgkloster, kuratierte zahlreiche Ausstellungen wie zum Beispiel „Ein Schiff ist ein schwimmendes Gebäude – Geschichte des Eisenschiffbaus in Lübeck“ (1995), „600 Jahre Stecknitzfahrt“ (1998), „Ich habe mich hochgetippt – Frauenarbeit im Büro“ (1999), „Die Zukunft liegt auf dem Wasser – 100 Jahre Elbe- Lübeck-Kanal“

(2000), „. . . damit was bleibt von Flender – Arbeit und Arbeiter auf der Werft“ (2004) und „Eine Eiserne Zeit ist angebrochen – 100 Jahre Erster Weltkrieg in Lübeck“ (2014).

tt

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