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Lübeck Warnstreik: Arbeiter legen wieder den Hafen lahm
Lokales Lübeck Warnstreik: Arbeiter legen wieder den Hafen lahm
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00:00 12.10.2012
Am Nordlandkai herrscht eine gereizte Stimmung: Statt Lohnzuwachs soll es Lohnverzicht geben, fordert die LHG.
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Lübeck

300 Hafen- und Umschlagarbeiter gingen gestern früh in den Warnstreik. Der Ausstand dauerte bis 16 Uhr. Laut Ver.di waren mindestens zwölf Schiffe betroffen. Bereits am 27. September hatten die Arbeiter gestreikt. Ver.di-Verhandlungsführer Gerhard Mette: „Wir wollen ein Zeichen für die laufenden Tarifverhandlungen setzen.“ Die Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) warnt vor den Folgen. Geschäftsführer Ulfbenno Krüger: „Der zweite Warnstreik binnen zwei Wochen schadet den Kunden, der LHG und den Mitarbeitern.“ Ver.di schließt weitere Aktionen nicht aus.7,9 Prozent mehr Lohn fordert Ver.di – oder eine bezahlte Arbeitszeitverkürzung auf 33 Wochenstunden. Mit dem Ausstand reagiert Ver.di auf Gegenforderungen des Unternehmens. Mette: „Der Arbeitgeber will die Sanierung des Nordlandkais zum Thema der Tarifverhandlungen machen, fordert flexiblere Arbeitszeiten und eine zeitweise Lohnabsenkung um 30 Prozent.“ Für die Beschäftigten am Nordlandkai würde das Abschläge von 800 bis 1000 Euro im Monat bedeuten. Mette: „Das machen wir nicht mit.“ Der Nordlandkai verliert permanent Umschlag und häuft immer höhere Verluste auf. Die Nerven liegen dort blank. Denn laut Gewerkschaft fordere die LHG Verzicht von den Beschäftigten, während die Gesellschafter des Hafens – der britische Finanzinvestor Rreef und die Stadt – zwölf Prozent Kapitalrendite anstreben. Mette: „Die Beschäftigten werden nicht die Gewinnvorstellungen der Gesellschafter finanzieren.“

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