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Lübeck Was wird aus „Bodo“ und „Max“?
Lokales Lübeck Was wird aus „Bodo“ und „Max“?
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08:33 19.03.2017
Neugierig, lieb und trotz der letzten traurigen Wochen wahnsinnig glücklich: „Max“ (links) und „Bodo“ brauchen dringend ein liebevolles Zuhause. Sie wollen unbedingt Teil einer neuen Familie werden. Ehrenamtlerin Manuela Friedrich sucht seit Tagen nach einer Bleibe für die beiden Mischlinge. Quelle: Foto: Lutz Roessler
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Lübeck

Sie sind klein, flauschig und unglaublich fröhlich: Die Mischlingshunde „Bodo“ und „Max“. Die beiden Tiere wohnen momentan bei einer Pflegefamilie in der Hansestadt und suchen dringen ein neues Zuhause.

Die niedlichen Vierbeiner haben in ihrem Leben einige Schicksalsschläge hinter sich. „Zuerst musste ihr Herrchen in ein Pflegeheim“, erzählt Manuela Friedrich, die gemeinsam mit ihrer Freundin Andrea Hübner eine Website betreibt, über die sie Hunde vermitteln. „Wir versuchen, für die Tiere ein tolles, neues Zuhause zu finden“, sagt die Ehrenamtlerin.

Das Schicksal von „Bodo“ und „Max“ rührt nicht nur die Hundeliebhaberin. „Normalerweise werden wir gerufen, holen dann Tiere auf Geheiß der Besitzer zum Beispiel aus Wohnungen. Auch um Vierbeiner aus dem Ausland kümmern sich die beiden Frauen. Nachdem „Bodo“ und „Max“ schon ihr Herrchen verloren hatten, verstarb auch ihr Frauchen. „Eine Bekannte hatte irgendwann die Polizei alarmiert, als sie ihre Freundin ein paar Tage nicht erreicht hatte“, sagt Manuela Friedrich. „Bodo“ und „Max“ hatten etwa vier Tage lang die Seite ihres verstorbenen Frauchens nicht verlassen. Ihr Herrchen im Pflegeheim würde sich gern um die beiden Hunde kümmern, könne das aber nicht.

„Sie kamen dann zu uns, und wir konnten sie auch an eine tolle Familie weitervermitteln“, sagt Friedrich. Dann schlug das Schicksal wieder zu: „Die neue Hundemama entwickelte eine Allergie und litt unter Atemnot – ,Bodo‘ und ,Max‘ holten wir dann zurück.“ Die beiden Rüden suchen nun ein Zuhause, wo sie für immer bleiben können.

„Bodo“ wurde 2005 geboren und ist der Vater von „Max“, der 2006 auf die Welt kam. Ihr ganzes Leben verbrachten die kastrierten Rüden zusammen. Und das soll auch so bleiben. „Wir können sie nicht trennen, das kann man ihnen nicht antun“, sagt Friedrich. Die beiden lieben Hunde hätten schon viel zu viel erleben müssen.

Trotz ihres Pechs in den letzten Wochen sind die beiden beige- grauen Kerlchen fröhliche Gesellen und freuen sich tierisch, als Ehrenamtlerin Friedrich sie in ihrer Lübecker Pflegefamilie, die sie derzeit vorübergehend betreut, besuchen kommt. „Sie sind liebevoll und verstehen sich gut mit anderen Tieren. Nur Katzen und andere Rüden müssen nach ihrem Geschmack nicht unbedingt sein“, beschreibt Manuela Friedrich die Fellnasen. „Das Zuhause soll ein ,Für-immer-Zuhause‘ sein, wo die kleinen Herren den Rest ihres Lebens verbringen können.“ Das hätten sie sich redlich verdient.

Bodo und Max sind gechipt, geimpft und kastriert. „Sie waren ihr Leben lang regelmäßig beim Tierarzt und wurden bestens versorgt“, erzählt Friedrich. Wer sich vorstellen könnte, die beiden älteren Rüden in seiner Familie willkommen zu heißen, kann sich mit Manuela Friedrich bei dem Tierarzt über „Bodo“ und „Max“ informieren. „Auch wir gucken uns natürlich die neuen potenziellen Herrchen oder Frauchen an“, sagt Friedrich. Denn da die Hunde genug erlebt hätten, solle nun alles perfekt sein.

„Tiere verschenkt man nicht, deshalb gibt es eine geringe Schutzgebühr, die man entrichten muss“, sagt die Ehrenamtlerin. Wenn Vierbeiner ohne eine Schutzgebühr abgegeben werden würden, würden sie oft weiterverschenkt.

Noch mehr Informationen zu den beiden haarigen Gentlemen können sich die baldigen Herrchen auf www.gluecksfelle.de holen oder unter Telefon 01 77/789 17 05 erfragen. Auch per E-Mail sind die Ehrenamtler unter gluecksfelle@gmx.net zu erreichen. Hier suchen natürlich auch noch andere Tiere ein liebevolles Zuhause.

 Tomma Petersen

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