Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lübeck Weihnachtsbräuche aus aller Welt
Lokales Lübeck Weihnachtsbräuche aus aller Welt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:30 05.11.2013
Sie haben ein buntes Programm zusammengestellt: Belén D. Amodia (Koordinatorin Bürgerakademie, v. l.), Ulrich Pannwitz (Diag) und Christiane Wiebe (Leiterin der VHS und der Bürgerakademie). Quelle: Rüdiger Jacob

Wie feiert die Welt das Weihnachtsfest? Spannende Antworten auf diese Frage verspricht nicht nur die am kommenden Sonntag beginnende Weihnachtsausstellung „Was macht das Zebra an der Krippe?“ im Museumsquartier St. Annen. Auch das Rahmenprogramm verspricht viel. Hat doch die Lübecker Bürgerakademie mit Vereinen und Institutionen Workshops, Lesungen und Konzerte organisiert. Damit beschreitet der freiwillige Zusammenschluss von mehr als 140 Akteuren neue Wege. Es ist nämlich das erste Mal, dass die Bürgerakademie bei einem bestimmten Thema kooperiert.

Ulrich Pannwitz ist in seinem Element, wenn er das große Programm zur Ausstellung auflistet. Der Ehrenvorsitzende der Deutsch-Ibero-Amerikanischen Gesellschaft Lübeck (Diag) hatte die Idee von begleitenden Veranstaltungen. „Es gibt viele Bräuche, von denen wir noch zu wenig wissen“, sagt Pannwitz. 15 Vereine hat die Bürgerakademie für das Begleitprogramm gewinnen und zusammenführen können.

Und unter anderem darauf können sich die Besucher freuen: Mit deutschen und polnischen Weihnachtsliedern wollen die Sänger und Musiker Andrea Krumkühler-Böhm, Tomasz Mysliwiec, Robert Bejtlich und Irina Kanewski am 16. November ab 15 Uhr eine weihnachtliche Stimmung zaubern. Es gibt Informationen zur Vorbereitung und zu Bräuchen des polnischen Weihnachtsfestes.

Was haben Weihnachten und Chanukka, die beiden populären christlichen und jüdischen Feste, trotz unterschiedlicher historischer Ursprünge gemeinsam? Die Judaistin Michal S. Friedlander, die an Museen in New York, Los Angeles und Berkeley arbeitete, geht am 20. November ab 19 Uhr den vielfältigen Spuren der jüdischen und christlichen Winterfeste wie auch dem „Dezember-Dilemma“ der New Yorker Juden nach. Wie Weihnachten in Mexiko gefeiert wird, darüber informiert die Diag am 24. November ab 14.30 Uhr.

„Sverigevänner i Lübeck“, der Verein Schwedenfreunde, zeigt am 6. Dezember um 14.30 Uhr mit Konzert und Lesung Weihnachtsbräuche in Schweden auf. Zu „Svensk jul“ singt der Lichterchor Santa Lucia aus Trelleborg. Natürlich darf das traditionelle Krippenspiel mit der Spielschar des Katharineums in St. Aegidien nicht fehlen. Es wird am 12. Dezember ab 18 Uhr aufgeführt.

Für italienische Kinder geht Weihnachten über den Jahreswechsel hinaus. Was genau in der Nacht zum 6. Januar, wenn die Fee Befana auf ihrem Besen von Haus zu Haus reitet, passiert, verrät bei Weihnachtsmusik und Gebäck die Deutsch-Italienische Gesellschaft am 5. Januar ab 11 Uhr. Auch an die Kinder ist gedacht: Für sie gibt es unter anderem Workshops zum Basteln einer Krippe.

Alle Programmpunkte und Eintrittspreise unter www.mq-st-annen.de.

Viel Lob für die neue Institution
Lübecks Kultursenatorin Annette Borns kam, sprach und musste wegen eines prall gefüllten Terminkalenders gleich wieder weg. Aber nicht, bevor die Senatorin die im Jahre 2010 ins Leben gerufene Bürgerakademie bei deren Jahrestreffen lobte — als „zwar noch junges Kind, aber eines mit einem eigenen Gesicht“. „Hier wird nicht geschnackt, sondern vorrangig etwas getan“, sagte Borns vor Vertretern mitwirkender Vereine und Institutionen. Unter dem Motto „Runter vom Sofa, raus aus dem Haus!“ und „Wie können wir andere zum Mitmachen anregen?“ hatten die Akademie- und VHS-Leiterin Christiane Wiebe und Koordinatorin Belén Amodia in die Aula der VHS am Falkenplatz 10 geladen. Mit je einer Rose dankte Wiebe den anwesenden Arbeitskreisteilnehmern: Ulrich Bayer, Julia Bock, Alexandra Klose, Thomas-Markus Leber, Antje Peters-Hirt, Michael Rittendorf und Ulrich Pannwitz. Auch Lübecks Wissenschaftsmanagerin Iris Klaßen bekam Dankesworte und eine Blume. Vor dem gemeinsamen Imbiss referierten Professor Heiner Raspe und Sabine Stumpf von der Universität zu Lübeck über ihre Erfahrungen auf dem Gebiet der Beteiligung von Bürgern. Eine der wichtigsten Erkenntnisse: Wer Bürger beteiligen, sprich sie zum Mitmachen erwärmen möchte, muss in erster Linie für deren Wertschätzung sorgen. Beispielsweise auch einmal mit einem Empfang beim Bürgermeister. jac
„Es gibt viele Bräuche,

von denen wir noch

zu wenig wissen.“
Ulrich Pannwitz, Ehrenvorsitzender Diag

Rüdiger Jacob

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Mit schwerem Gerät analysiert der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein zurzeit den A-20-Tunnel zwischen Kreuz Lübeck und Genin.

05.11.2013

Arbeitsagentur ruft zu einer Imagekampagne auf. Dehoga fürchtet „Kannibalismus“ auf dem Fachkräftemarkt.

05.11.2013

Lehrer diskutierten mit Bildungsministerin über die Änderungen ab 2014/15.

05.11.2013
Anzeige