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Lübeck Wende wirbt für ihr Schulgesetz
Lokales Lübeck Wende wirbt für ihr Schulgesetz
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20:34 05.11.2013
Lübeck

„Wir wollen mehr Gerechtigkeit, und für alle Kinder die Chance, einen möglichst hohen Bildungsabschluss zu erzielen.“ Schleswig- Holsteins Bildungsministerin Wara Wende setzt große Hoffnungen in das neue Schulgesetz. Sie war auf Einladung der SPD in das Hoghehus gekommen, um Lehrkräften und Schulleitern den Gesetzesentwurf vorzustellen. Er soll zum Start des Schuljahres 2014/15 in Kraft treten.

Rund 60 Teilnehmer waren der Einladung gefolgt.

Ob sich über die Neuregelung auch die Travemünder freuen können, ist noch fraglich. Denn im Zuge des neuen Gesetzes werden die Regionalschulen zum August 2014 in Gemeinschaftsschulen umgewandelt.

Voraussetzung dafür ist eine Mindestschülerzahl von 240. Die Schule am Meer liegt mit ihrem Regionalschulzweig aktuell bei 225 — diesem droht die Schließung. Allerdings betonte die Ministerin auch, dass vorher ein besonderes Augenmerk auf den Trend der Schülerzahlen geworfen werde.

„Der Entwurf stützt sich auf einen breiten Konsens aller Interessenvertreter“, so die Ministerin. Für den Umbau der Regionalschulen zu Gemeinschaftsschulen und das gemeinsame Lernen als durchgängiges Grundprinzip der Gemeinschaftsschulen habe es große Zustimmung gegeben.

Einigkeit herrschte darüber, dass auch die Qualifizierung der Lehrkräfte vorangetrieben werden müsse. Dies gelte auch für Grundschullehrer. „Ohne gute Basis in Deutsch und Mathematik geht in Zukunft gar nichts mehr“, sagte Wende. Hier habe man von Bayern gelernt. Um dem Unterrichtsausfall zu begegnen, sei ein Feuerwehr-Pool aus 200 Lehrkräften gebildet worden, die eine Planstelle erhalten und an das Land gebunden werden.

Der Forderung nach Abschaffung der Gymnasien erteilte Wende eine Absage. „Wir sind noch nicht reif für nur eine Schulform.“ Und auch die Benotung in der Grundschule werde es vorerst weiter geben.

Eltern riet die Bildungsministerin, mehr Gelassenheit bei der Schulwahl zu zeigen und nicht nur auf das Gymnasium zu schielen.

Künftig kann nur noch zwischen den beiden Schulformen Gymnasium und Gemeinschaftsschule gewählt werden. Beide bieten die Möglichkeit zum Abitur, an den Gymnasien in der Regel nach acht Jahren (G

8). Im Hinblick auf G 8 werde gerade der Lehrplan „entrümpelt“.

hp

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