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Lübeck Weniger als zehn Prozent
Lokales Lübeck Weniger als zehn Prozent
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21:10 30.07.2015
Lübeck

10 945 Frauen und Männer waren im Juli in der Hansestadt erwerbslos gemeldet. Das sind 347 mehr als im Juni. Die Erwerbslosenquote stieg von 9,6 auf 9,9 Prozent. Gründe sind laut Arbeitsagentur der Ferienbeginn und die quartalsbedingten Entlassungen im kaufmännischen Bereich. Flensburg (10,1) und Neumünster (10,3) haben eine höhere Quote als Lübeck.

„Schüler und Auszubildende, die ihre Lehre abgeschlossen haben, melden sich kurzfristig arbeitslos, bevor sie im Herbst ihre Ausbildung fortsetzen oder eine Berufstätigkeit aufnehmen“, sagt Olga Nommensen, Sprecherin der Arbeitsagentur. In kaufmännischen Berufen sind Kündigungen zum Quartalsende durchaus noch üblich, während in gewerblichen Berufen kürzere Fristen gelten.

„Schließlich herrscht auch in den Unternehmen Urlaubszeit, und Neueinstellungen werden nicht in den Sommermonaten vorgenommen“, erklärt Nommensen. Trotzdem ist die Arbeitslosenzahl so niedrig wie zuletzt vor 22 Jahren.

Langzeiterwerbslose profitieren weiterhin zu wenig vom Arbeitsmarkt. „Fast die Hälfte der Langzeitarbeitslosen besitzt eine abgeschlossene Ausbildung oder sogar einen Hochschulabschluss“, sagt Kathleen Wieczorek, Bereichsleiterin Personal der Agentur, „dennoch scheitern sie als alleinerziehende Mütter an den Arbeitszeiten oder als schwerbehinderte Menschen an Vorurteilen.“ Wieczorek appelliert an die Wirtschaft: „Nutzen Sie diese Potenziale.“

1032 Lehrstellen sind in Lübeck und Ostholstein nach Angaben der Arbeitsagentur aktuell noch unbesetzt. 776 Jugendliche suchen gleichzeitig noch einen Ausbildungsplatz.

dor

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