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Lübeck Wenn das Pfeifsignal der Nautiker ertönt
Lokales Lübeck Wenn das Pfeifsignal der Nautiker ertönt
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20:17 27.02.2016
Torsten Albig (v. l.), Wolfgang Pistol, Bernd Saxe, Jürgen Schlichting, Frank Wessels und Lutz Jedeck beim Nautischen Essen. Quelle: Jacob

Innenstadt Er kann nicht nur maritime Lieder singen, sondern beschäftigt sich schon beim Frühstück mit dem Thema Schifffahrt: Beim 146. Nautischen Essen schmetterte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) zusammen mit 273 Gästen in der Schiffergesellschaft das „Lübeck-Lied“ — und verriet, dass sein Sohn die Ausbildung zum Schifffahrtskaufmann beendet habe. In seiner Festrede bezeichnete Albig den Nautischen Verein als „ein sehr gutes Netzwerk“. Er unterstrich die „große Bedeutung der Häfen für die maritime Wirtschaft im Land“. Er mache sich für zwei gesunde Ostseehäfen im Land stark — in Kiel und in Lübeck.

Nach dem Pfeifsignal und der „Verklarung“ der Hausordnung durch den Speaker der Nautiker, Wolfgang Pistol, hatten die Köche das Sagen: An mariniertem Lachs, in Rotspon gebeiztem Ochsenbraten und Granatapfelmousse labten sich Jakobi-Pastor Lutz Jedeck, der das Tischgebet hielt, der Vorsitzende des Deutschen Nautischen Vereins, Frank Wessels, der Kapitän der Fregatte „Lübeck“, Matthias Schmitt, Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe (SPD), der Chef der Schiffsmakler, Dierk Faust, der Vorsitzende der Schifferbrüder, Rüdiger Pfaff, LHG-Geschäftsführer Ulfbenno Krüger, der Ex-Chef der Nautiker, Hans-Peter Kaminsky — und eine Frau, die eine Männerdomäne geknackt hat: In Susanne Kasimir, Mitglied des Nautischen Vereins, haben die Nautiker erstmals in ihrer Geschichte eine Dame in den Vorstand berufen. Dafür gab's ebenso kräftigen Applaus wie für die Forderung von Jürgen Schlichting, Chef der Nautiker, den Hauptsitz der Verwaltung für die Seeschifffahrt zurück an die Küste zu holen: „Ich weiß nicht, was sie nach Bonn gelockt hat — war es Beethoven, das Rheingold, die Loreley oder der Rheinwein“, so seine muntere Kritik an den Reformern. Für Lübecks Bürgermeister hatte Schlichting ein paar mahnende Worte parat: „Lübeck soll aufpassen, dass es seine maritimen Interessen nicht zu Gunsten des Tourismus opfert.“ Schließlich trommelte der Nautiker für den Ausbau des Elbe-Lübeck-Kanals: „Der Lübecker Hafen ist der einzige deutsche Ostseehafen mit direkter Anbindung an das europäische Binnenwasserstraßennetz. Diese einzigartige Verbindung gilt es zu erhalten und weiter auszubauen — der Nautische Verein setzt sich dafür ein.“ Ein Plädoyer, das dem Ältermann des Vereins „Amt der Stecknitzfahrer“, Hartmut Haase, ein zustimmendes Lächeln ins Gesicht zauberte. Zufriedene Gesichter gab es auch nach der Auszählung der traditionellen Tellersammlung, die satte 2776,65 Euro zutage brachte.

jac

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