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Lübeck Wettlauf um den Markt: Der DGB liegt vorn
Lokales Lübeck Wettlauf um den Markt: Der DGB liegt vorn
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20:20 10.05.2016

Wer bekommt am 1. Mai 2017 den Markt als Veranstaltungsort für den Arbeiterkampftag? In der Hansestadt haben sowohl der Gewerkschaftsbund, Region Schleswig-Holstein Südost, als auch ein Bündnis „DGB — Das geht besser!“ die gute Stube für eine Kundgebung gebucht. Nach Angaben der Stadtverwaltung hat der Gewerkschaftsbund die Nase vorn. Wenn sich die beiden Kontrahenten nicht einigen, muss das Bündnis ausweichen.

Der DGB Schleswig-Holstein Südost hat demnach bereits am 4. April einen Demonstrationszug vom Gustav-Radbruch-Platz zum Markt angemeldet. Den Markt braucht der DGB von 7 bis 13 Uhr, von 11 bis 11.45 Uhr findet eine Kundgebung statt, zu der der DGB 650 Teilnehmer erwartet. Bereits am 30. April wird wieder ein Maibaum aufgestellt, und es treffen sich Bürger zum Mailsingen. Das Bündnis „DGB — Das geht besser!“ hat am 26. April eine Kundgebung auf dem Markt angemeldet. Das hat Linken-Politiker Ragnar Lüttke initiiert. Das Bündnis erwartet 500 Teilnehmer. Zwischen 10 und 16 Uhr soll es Reden, eine Bühne, Musik, Speisen und Getränke geben. Eine Hüpfburg darf nicht aufgestellt werden, weil sie den Qualitätskriterien nicht genügt, die die Veranstaltungsgesellschaft LTM festgelegt hat.

Nach Angaben einer Stadtsprecherin müssten sich die beiden Anmelder auf eine gemeinsame Veranstaltung einigen. Sonst müsste das Bündnis sich einen alternativen Ort aussuchen. Die Sprecherin: „Wer zuerst den Antrag stellt, belegt die Fläche.“

Das Bündnis „DGB — Das geht besser!“ hat seine Planungen für die eigene Maifeier noch nicht konkretisiert. Auf dem ersten offiziellen Treffen des Bündnisses am Montag wurde festgelegt, dass zunächst Gespräche mit dem Gewerkschaftsbund über gemeinsame Veranstaltungen abgewartet werden sollen. Auch der Gewerkschaftsbund sucht das Gespräch mit dem Bündnis. Regionsgeschäftsführerin Juliane Hoffmann hat bereits angekündigt, dass sich der DGB grundsätzlich Gedanken über die Maifeier machen wird. Denn die Beteiligung der Bürger und Beschäftigten sinkt seit Jahren. In diesem Jahr wurden 650 Teilnehmer gezählt, vor wenigen Jahren waren noch 2000 auf dem Markt.

Das Bündnis „DGB — Das geht besser!“ hat sich gegründet, um einen Ausschluss kleinerer Parteien vom traditionellen Familienfest des DGB zu verhindern.

Von dor

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